Zellstoffwechsel

Als Zellstoffwechsel wird die Gesamtheit der Stoffwechselvorgänge bzw. der biochemischen Reaktionen in einer Zelle bezeichnet. Alle diese Prozesse dienen der Energiegewinnung zur Aufrechterhaltung der Körper-Funktionen (Energie-Stoffwechsel) sowie dem Aufbau der Zellsubstanz (Bau-Stoffwechsel). Über Nahrung aufgenommene Fremdstoffe – Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Vitamine, Spurenelemente – werden zum Schaffung körpereigener Substanzen benutzt, wie zum Beispiel dem Aufbau von Haaren.

Die von den Haarfollikeln in der Haarmatrix produzierten Haare bestehen hauptsächlich aus den Elementen Kohlenstoff (50%), Sauerstoff (23%), Stickstoff (17%), Wasserstoff (6%) und Schwefel (4%) sowie Wasser. Je nach Feuchtigkeit kann der Wasseranteil von Haaren auf über 30% ansteigen. Der Cortex, der Faserstamm des Haares, besteht im Wesentlichen aus Biopolymeren, sprich Proteinen (Eiweiß). 90% des Trockengewichts eines Haares sind Keratine.

Wird der Zellstoffwechsel gestört, kommt die Zellteilung in der Haarmatrix und damit das Haarwachstum zum Erliegen. Die Haarfollikel treten von der Wachstumsphase in die Übergangsphase und schließlich in die Ruhephase. Am Ende dieses Zyklus kommt es zu einem frühzeitigen Haarausfall.

Die Gründe für Störungen des Zellstoffwechsels sind vielfältig, insbesondere die Ursachen für diffusen Haarausfall. Dieser Haarausfall trifft öfter bei Frauen auf. Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Infektionen, Stress oder unausgewogene Ernährung hemmen oder verhindern die Umwandlung von Nährstoffen in körpereigene Substanzen, so dass die Zellteilung in der Haarwurzel beendet wird. Thiocyanat hilft, den Zellstoffwechsel zu stabilisieren.

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