Wechseljahre und Hormone: Der Sinn der Menopause

Wechseljahre und Hormone: Dieses Thema kommt auf alle Frauen um die 50 Jahre zu. Wechseljahre werden meist in einem Atemzug mit Beschwerden genannt, da es durch das plötzliche Fehlen weiblicher Sexualhormone zu vegetativen und organischen Störungen kommen kann. Die evolutionäre Absicht der Menopause besteht aber nicht darin, Frauen leiden zu lassen. Sie sollen keine Kinder mehr bekommen.

 

Zwei Drittel der Frauen kommen fast ohne Beschwerden durch die Wechseljahre.

In Kürze

  • Ob und wie stark Frauen von Wechseljahresbeschwerden betroffen sind, ist individuell verschieden.
  • Durch das plötzliche Fehlen der Hormone Gestagen und Östrogen kann es zu vegetativen und organischen Störungen kommen.
  • Das Spektrum der Beschwerden erstreckt sich von Hitzewallungen über innere Unruhe und Gelenkschmerzen bis hin zu Haarausfall.
  • Hormone als Therapie der Wechseljahresbeschwerden sind nicht die ultimative Lösung.
  • Der Wirkstoff Thiocyanat ist eine interessante Option, um gesundes Haarwachstum zu fördern.

Abschied vom Menstruationszyklus

Bis zum Beginn der Wechseljahre sorgen Hormone dafür, dass im weiblichen Organismus ein monatlicher Zyklus abläuft. Der Menstruationszyklus dauert durchschnittlich 28 bis 30 Tage und beginnt jeweils mit der Menstruationsblutung, dem Aufbau einer neuen Gebärmutterschleimhaut und dem Eisprung. Findet keine Befruchtung mit männlichen Spermien statt, wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Und ein neuer Menstruationszyklus beginnt, der von den weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron gesteuert wird.

Die Menopause kommt unaufhaltsam

Der Menstruationszyklus vollzieht sich im Leben einer Frau von der ersten Blutung in der Pubertät (Menarche) bis zur letzten Blutung (Menopause) über 400-mal. Erste Anzeichen der Wechseljahre sind unregelmäßige Monatszyklen im vierten Lebensjahrzehnt. Das können allerdings nur Frauen feststellen, die keine Antibabypille nehmen, da die „Pille“ den Zyklus reguliert. Mit der letzten spontanen Blutung, durchschnittlich im 52. Lebensjahr, endet dann die körperlich fruchtbare Zeit. Als Postmenopause bezeichnet man die Zeit ein Jahr nach der Menopause, in welcher der weibliche Körper praktisch keine Östrogene und Gestagene mehr herstellt.

Die Hormone schwinden

Parallel zum Hormondefizit beginnen die Wechseljahresbeschwerden. Mit dem Nachlassen der Hormonproduktion lassen sich im Laufe der Zeit verschiedenste Symptome identifizieren. Vegetative und organische Störungen werden spürbar, manche deutlich sichtbar, wie Haarausfall und dünner werdendes Haar.


Weniger Hormone in drei Phasen

1. Gestagen-Mangel

Das ersten Hormon, das vom Eierstock nicht mehr in der gewohnten Menge produziert wird, ist Gestagen, das Gelbkörperhormon. Gestagen-Mangel initiiert unregelmäßige Menstruationszyklen, Gewichtsprobleme, oftmals auch Stimmungsschwankungen. Alle genannten Beschwerden deuten auf die erste Phase der Wechseljahre hin, die durchaus schon mit 45 einsetzen kann.

2. Östrogen-Mangel

Die zweite Phase der Wechseljahre wird charakterisiert durch einen massiven Östrogen-Mangel, der mit der Menopause einsetzt. Jetzt beginnen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlaflosigkeit, dazu kommen Gelenkschmerzen, trockene Schleimhäute, Muskelschmerzen und ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und Osteoporose.

Schließlich kann auch Haarausfall auftreten: Zunächst diffuser Haarausfall, weil das „Haarwuchsmittel“ Östrogen weniger wird, und erblich bedingter Haarausfall, weil viele Haarfollikel empfindlich auf den relativen Anstieg von Androgenen reagieren.

3. Androgen-Mangel

Die dritte Phase der Wechseljahre ist geprägt durch einen Mangel an männlichen Sexualhormonen. Es ist vielleicht überraschend, aber Testosteron und andere Androgene werden auch im weiblichen Körper produziert. Letztlich werden mit der Synthese von Androgenen auch Östrogene gewonnen. Das Fehlen männlicher Sexualhormone verlangsamt den Stoffwechsel. Die Folgen sind u. a. Müdigkeit, auch Libidoverlust.

Der evolutionäre Sinn der Menopause

Es evolutionärer Sicht ist es ab dem 5. Lebensjahrzehnt für Frauen biologisch nicht mehr sinnvoll, Kinder zu kriegen. 1. steigt das Risiko von Komplikationen während einer Schwangerschaft und bei der Entbindung. Und 2., sagen die Evolutionsbiologen, konnten sich die Frauen im Laufe der Menschheitsgeschichte ohne eigenen neuen Nachwuchs nach der Menopause besser um Kindeskinder kümmern und so ein wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Familie, der Sippe, nicht zuletzt der Gattung Mensch leisten.

Und die moderne Frau?

Die moderne Frau fragt sich: Und was kriegen wir Frauen im Gegenzug von der Evolution? Nun, der Vorteil der Frauen besteht in einem längeren Leben. Wer die aktuelle Lebenserwartung von Frauen mit denen der Männer vergleicht, erkennt, dass Frauen durchschnittlich 5 Jahre älter werden.

Symptome infolge eines Hormondefizits wie Hitzewallungen, Gelenkschmerzen oder Haarausfall können, müssen aber nicht auftreten. Etwa ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren hat keinerlei Beschwerden, wenn die Hormone im Organismus weniger werden. Ein Drittel der Frauen bemerkt leichte vegetative und organische Störungen. Ein Drittel fühlt sich durch  Wechseljahresbeschwerden extrem in der Lebensqualität beeinträchtigt.

Hormontherapie

Die Hormontherapie in den Wechseljahren sorgt immer wieder für Verunsicherung sowohl bei Frauenärzten als auch ihren Patientinnen. Die legendäre WHI-Studie von 2002 zeigte, dass der Gesamteffekt der Hormone eher negativ ist und ein Risiko für Nebenwirkungen besteht. Aus diesem Grund müssen Nutzen und Risiken einer Hormontherapie immer individuell abgewogen werden. Zahlreiche Frauenärzte sind der Auffassung, dass Frauen in den Wechseljahren Hormone ausschließlich bei starken Hitzewallungen nehmen sollten, um Schlafstörungen zu vermeiden. Allerdings nur, wenn keine Kontraindikationen vorliegen wie ein erhöhtes Risiko für Thrombose, Herzinfarkt oder Brustkrebs. Diese Zurückhaltung kommt sehr vielen Frauen in den Wechseljahren entgegen, die beim Thema Hormontherapie eher skeptisch sind.

Abbau der Östrogenrezeptoren        

In der Zeit nach der Menopause gewöhnt sich der weibliche Körper nach und nach daran, mit immer weniger Hormonen auszukommen. Einen wesentlichen Beitrag für diese Entwicklung leistet der weibliche Organismus selbst: Die Östrogenrezeptoren der Zellen werden abgebaut.

Auch der Zellstoffwechsel in den Haarfollikeln, die für das Haarwachstum sorgen, arrangiert sich nach und nach mit dem Östrogenmangel. In der Übergangsphase  empfehlen wir betroffenen Frauen gegen Haarausfall * und dünner werdendes Haar die patentierte Thiocyanat-Wirkformel in Thiocyn Haarserum zu nutzen.


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