Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Wechseljahre verlieren viel von ihrem Schrecken, wenn wir wissen, wann sie auf uns zukommen und vor allem wie lange sie dauern. Dreh- und Angelpunkt bei der zeitlichen Bemessung der Wechseljahre ist die Menopause, die letzte spontane Monatsblutung einer Frau.

Wechseljahre: Dauer zu vernachlässigen

Statistisch gesehen findet die Menopause um das 52. Lebensjahr statt. Eine Faustregel besagt, dass die Dauer der Wechseljahre sechs Jahre vor der Menopause und 6 Jahre nach der Menopause beträgt. Die meisten Frauen erleben ihre Wechseljahre bzw. das Klimakterium in der Zeit zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Im Allgemeinen nimmt sich der weibliche Organismus für die Wechseljahre zwischen 10 und 15 Jahre Zeit. Beginn der Wechseljahre und individuelle Dauer lassen sich nicht exakt voraussagen. Töchter können sich aber grob an ihren Müttern orientieren.

Dauer der Wechseljahre nicht der enscheidende Faktor

Die berechtigte Frage nach der Dauer von Wechseljahren, der von einer ganz individuellen Neugier getragen wird („Wie lange muss ich denn wohl leiden?“), relativiert sich ein wenig mit Blick auf die Statistik. Die Wechseljahre dauern bei unterschiedlichen Frauen unterschiedlich lange, das ist richtig. Aber ob die Wechseljahre ein Jahr früher einsetzen oder ein Jahr später aufhören, ist nicht von allerhöchster Bedeutung. Viel wichtiger ist, wie die betroffenen Frauen durch diese Zeit der Umstellung kommen. Wenn sie die drei Phasen der Wechseljahre und die mit ihnen verbundenen Symptome kennen, können sie nach dem Gespräch mit Gynäkologin oder Gynäkologen vielen Beschwerden vorbeugen oder besser therapieren.

Faktor Wissen

Die Beseitigung der als störend empfundenen vegetativen Symptome wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Nervosität, nicht zuletzt Hitzewallungen und Schweißausbrüche kann mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln erfolgen oder mit einer Hormontherapie. Je nach individueller Dosis haben diese Präparate eine stabilisierende und ausgleichende Wirkung auf den Organismus. Es ist andererseits aber auch kein Geheimnis, dass die durch das Östrogendefizit hervorgerufenen vegetativen Beschwerden auch ohne Hormonersatztherapie meist nach einigen Jahren abflauen und verschwinden. Jeder Frau muss wissen, was gut für sie ist und wie sie am besten durch die Wechseljahre kommt. Lesen Sie jetzt unseren Ratgeber zum Thema Wechseljahre und Haarausfall.

Die Phasen der Wechseljahre

Hilfreich ist zu verstehen, dass Wechseljahre und Menopause nicht identisch sind. Die Menopause ist der Zeitpunkt, von dem an die Eierstöcke keine weiblichen Sexualhormone mehr produzieren. Die Wechseljahre wiederum beschreiben den Zeitraum, in dem sich der weibliche Organismus mit dem immer größer werdenden Östrogendefizit arrangieren muss.

Phase 1: Prämenopause

Die Prämenopause (wörtlich: vor der Menopause) ist die erste Phase der Wechseljahre. Sie kann schon um das 45. Lebensjahr einsetzen und dauert durchschnittlich 5 bis 7 Jahre. In dieser Zeit nimmt die Produktion der weiblichen Sexualhormone schrittweise ab. Da die Prämenopause schleichend einsetzt, ist ihr Beginn nicht exakt festzulegen.

In der Prämenopause schwindet zuerst Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt. Progesteron regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an und bereitet diese auf die Einbettung einer befruchteten Eizelle vor. Kommt es zu einer Befruchtung der Eizelle, verhindert Progesteron eine weitere Follikelreifung.

Der Mangel an Progesteron führt zum ersten Symptom der Wechseljahre, einen unregelmäßigen Menstruationszyklus. Als weitere Symptome gelten Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Gewichtsprobleme, Wasserstau, schmerzhaft geschwollene Brüste. Wenn diese Beschwerden von den betroffenen Frauen als stark belastend empfunden werden, können sie durch die Gabe eines natürlichen Progesterons gelindert werden.

Phase 2: Perimenopause

Als zweite Phase der Wechseljahre folgt die Perimenopause (wörtlich: um die Menopause herum). Sie bezeichnet die Zeit ein bis zwei Jahre vor und nach der Menopause, also einen Zeitraum von 2 bis 4 Jahren. Die Östrogenproduktion in den Eierstöcken sinkt dann praktisch gegen Null. Östrogene fördern die Reifung einer Eizelle. Durch Östrogene wird die Gebärmutterschleimhaut gut durchblutet, der Muttermund öffnet sich, und das Gebärmutterhalssekret wird durchlässig für Spermien.

Ein Mangel an Östrogenen führt zu den klassischen Symptomen der Wechseljahre wie Hitzewallungen verbunden mit Schweißausbrüchen, Gelenkschmerzen, trockenen Schleimhäuten, Muskelschmerzen, einem hohen Cholesterinspiegel, des Öfteren zu Bluthochdruck. Diese nicht geringe Zahl an physiologischen Störungen will die Hirnanhangdrüse als Kontrollinstanz beenden. Sie schüttet daher vermehrt follikelstimulierendes Hormon (FSH) aus. Seine Auf­gabe ist es, die Eier­stöcke, konkret die Eizellen, an­zuregen, Östrogene zu bilden, was aber misslingt.

Denn mit durchschnittlich 50 Jahren befinden sich in den Eierstöcken schließlich keine Follikel mehr, die zum eisprungfähigen Follikel heranwachsen könnten. Da vor allem die Eifollikel Östrogene bilden, wird die Östrogenproduktion eingestellt.

Wenn ein Jahr nach der Menopause keine erneute Menstruation eintritt, ist die Perimenopause vorbei, und die Postmenopause beginnt.

Phase 3: Postmenopause

In der Postmenopause (wörtlich: nach der Menopause) schließlich produziert das Unterhautfettgewebe noch kleinere Mengen von Östrogen, das Niveau vor der Menopause wird aber nicht mehr erreicht. Der Körper reagiert mit Abbau von Östrogenrezeptoren. Trotzdem setzen die massiven Wechseljahresbeschwerden sogar jetzt erst ein. Infolge Östrogenmangels kann durch jahrelange Verminderung der Knochendichte Osteoporose entstehen. Die Knochen werden poröser und anfälliger für Brüche.

Infolge Östrogenmangels kommt es ebenfalls zu einem relativen Androgenüberschuss, der den erblich bedingten Haarausfall verstärkt. Auf ein Übermaß des männlichen Sexualhormons (DHT) reagieren viele Haarfollikel sehr empfindlich. Um sich dem DHT-Ansturm zu entziehen, miniaturisieren die Haarfollikel und mit ihnen auch die  Haare. Aus kräftigen Terminalhaaren werden nach und nach Flaumhaare. Stellen die Haarfollikel ihre Produktion  ein, wachsen keine Haare mehr nach.

Um den Haarausfall zu stoppen, die Haarwurzel zu stärken und ihren Zellstoffwechsel trotz diverser Störfaktoren zu stimulieren, gibt es einen zum Patent zugelassenen Thiocyanat-Wirkkomplex.

Thiocyn Haarserum für Männer und Frauen – Flaschen
War dieser Artikel hilfreich für Sie?
Bewertungen: 13 Durchschnitt: 4.6

WEITERE BEITRÄGE