TrichoScan

Der TrichoScan (= Haar-Scanner) ist eine computergestützte Methode zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus bei dünner werdendem Haar, Haarlosigkeit (Alopezie) oder Haarverlust in der Haarsprechstunde.

Der Dermatologe rasiert auf dem Kopf des Patienten ein circa zwei Quadratzentimeter großes Areal. Die rasierte Stelle wird eingefärbt und mit einer digitalen Mikroskop-Kamera fotografiert. Durch die spezielle TrichoScan-Software erfolgt die automatische Haaranalyse. Der TrichoScan erfasst die Dichte der Haare, die Anzahl der Haare, das Verhältnis von Terminal- und Vellushaaren sowie den Durchmesser der Haare.

Nach drei bis sechs Monaten wird das markierte Areal zum zweiten Mal fotografiert. Die TrichoScan-Software gleicht beide Fotos miteinander ab. Sind die Haare kräftiger, dichter und/oder zeigen sich mehr Haare, kann der Dermatologe eine Verbesserung des Haarstatus infolge einer bestimmten Behandlung bzw. Therapie erkennen.

Der TrichoScan eignet sich also zur Verlaufskontrolle während Phasen erhöhten Haarwechsels sowie zur Erfolgskontrolle während einer Therapie.

Mit dem TrichoScan ist es darüber hinaus möglich, das individuelle Maß der Haarlosigkeit zu bestimmen. In der Regel beträgt die normale Haardichte von Mitteleuropäern zwischen 230 bis 280 Haare pro Quadratzentimeter. Misst der TrichoScan am Hinterkopf eine Haardichte von 250 Haare/cm² und am Oberkopf 150/cm², so hat der Patient 100/cm² Haare verloren.

Der Vorteil des TrichoScan liegt in der einfachen und schnellen Bildaufnahme, der Schmerzlosigkeit der Verfahrens, in Reproduzierbarkeit und Archivierbarkeit der Ergebnisse.

Zur Diagnostik von Haarerkrankungen ist der TrichoScan wie auch das Trichogramm nur bedingt geeignet.

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