Mittel gegen Haarausfall. Ein Überblick

Die Zahl der Produkte gegen Haarausfall ist groß und kaum zu überblicken – von Hausmitteln über Pflege-Shampoos und spezielle Haarseren bis hin zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Betroffene haben ganz individuelle Bedürfnisse und Präferenzen. Um das individuell beste Mittel gegen Haarausfall zu finden, ist die Form der Anwendung relevant: lokal oder oral? Und nicht zuletzt die Fragen: Welche Mittel helfen Frauen. Welche Mittel helfen Männer?

 

Es gibt nicht das eine Mittel gegen Haarausfall. Viele Mittel können helfen.

In Kürze

Mittel gegen Haarausfall sollten

  • einfach anzuwenden sein,
  • die Kopfhaut schonen,
  • den Haarausfall nachhaltig reduzieren,
  • den Zellstoffwechsel der Haare stabilisieren und den Haaryklus normalisieren,
  • neues Haarwachstum anregen,
  • nicht in hormonell gesteuerte Stoffwechselprozesse eingreifen.

Mittel gegen Haarausfall, lokale Anwendung

1. Thiocyanat

Seit der Evolution des Lebens hat Thiocyanat eine essentielle Bedeutung für den Zellstoffwechsel des menschlichen Organismus – auch an den Haarwurzeln und für die Haare. Das Ur-Molekül Thiocyanat wirkt auf die haarbildenden Zellen zellstabilisierend und anti-oxidativ. Das Haarwachstum wird auf natürliche Weise stimuliert.

2. Minoxidil

Minoxidil wurde zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt. Bei klinischen Tests stellten die Forscher fest, dass sich Minoxidil positiv auf die Wachstumsphase der Haare auswirkt. Auf welche Art Minoxidil genau wirkt, ist nicht komplett geklärt. Mögliche Nebenwirkungen von Minoxidil: Kopfschmerzen, Juckreiz, Hautrötungen, Hypertrichose, d. h. Behaarung an sonst unbehaarten Stellen.

3. Coffein

Vermutet wird bei Coffein die Förderung der Durchblutung an der Haarwurzel – darüber hinaus ein direkter Einfluss auf den Stoffwechsel, so dass die Haare schneller wachsen sollen. Womöglich neutralisiert es die negative Wirkung von Testosteron.

4. Alfatradiol

Alfatradiol ist eine chemisch abgewandelte Form des weiblichen Sexualhormons 17ß-Estradiol und hemmt vor allem die sogenannte Teststeron-5-alpha-Reductase bzw. die Bildung des Hormons Dihydrotestosteron (DHT), das verantwortlich für androgenetischen Haarausfall ist.

5. Hausmittel

Hausmittel für eine bessere Haarqualität – wie Eigelb, Kamille, Olivenöl – werden auch als Mittel gegen Haarausfall diskutiert. Obwohl derzeit keine validen Studien über die Wirkung von Hausmitteln gegen Haarausfall vorliegen, bestätigt die Medizin, dass Hausmittel helfen können, da sie die Selbstheilungskräfte des Körpers ansprechen und natürlichen Ursprungs sind.

Arten von Haarausfall

Androgenetischer Haarausfall ist eine Folge genetischer Veranlagung und betrifft vor allem Männer. Haarausfall-Auslöser ist ein Abkömmling des männlichen Sexualhormons DHT, auf das Haare und Haarfollikel empfindlich reagieren. Der Haarzyklus überdreht. Die Haare miniaturisieren. Es bilden sich Geheimratsecken und Tonsur. Sind Frauen betroffen, kommt es zu einer Ausdünnung der Haare im Scheitelbereich.

Diffuser Haarausfall betrifft mehr Frauen als Männer. Auslöser sind unterschiedliche Störfaktoren auf den Zellstoffwechsel der Haare, wie z. B. Hormonungleichgewichte, Eisenmangel, Stress, fiebrige Infekte, Medikamente, Sauerstoff-Radikale oder einseitige Ernährung. Allen Störfaktoren gemeinsam ist, dass sie Zellteilung und Zellwachstum an der Haarwurzel negativ beeinflussen. Die Haarfollikel unterbrechen die Wachstumsphase der Haare. Es kommt zu frühzeitigem Haarausfall über dem gesamten Kopf. Männer erleben diffusen Haarausfall nicht so massiv wie Frauen, da sie mit kurzgeschnittenem Haar eine beschleunigte Ausdünnung der Haare schlechter wahrnehmen.

Kreisrunder Haarausfall bzw. Alopecia areata ist eine Autoimmunreaktion des Organismus, von der sowohl Frauen als auch Männer betroffen sind. Die körpereigenen Abwehrzellen attackieren die Haarfollikel. Die einsetzende Entzündung stört das Wachstum der Haare und führt zu Haarausfall. Warum der Haarausfall kreisrund ist, konnte noch nicht befriedigend geklärt werden.

Dünner werdendes Haar ist die Folge von androgenetischem und/oder diffusem Haarausfall. Beide Arten von Haarausfall können sich überlagern. Was an Haardichte verloren geht, kann jedoch zurückgewonnen werden. Haarlosigkeit infolge Haarausfall ist prinzipiell reversibel.


Mittel gegen Haarausfall, orale Anwendung

1. Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsprodukte als Mittel gegen Haarausfall bilden ein sehr breites Spektrum. Besonders sinnvoll erscheint Frauen Hirseextrakt, das dem Organismus essentielle Vitamine und Mineralstoffe liefert, insbesondere auch natürliche Siliziumverbindungen, bis hin zu Eiweißbausteinen wie Cystin als wichtiger Bestandteil der aus Keratinen bestehenden Haarsubstanz.

2. Vitamine der B-Gruppe

Auch Vitamine gegen Haarausfall erfreuen sich einiger Beliebtheit. Vitamin B9 (Folsäure) z. B.  ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und deshalb von großer Relevanz bei Zellteilungs- und Wachstumsprozessen an der Haarwurzel.

3. Finasterid für Männer

Finasterid wurde ursprünglich als Wirkstoff zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen eingesetzt. Als Therapeutikum gegen androgenetischen Haarausfall bei Männern fungiert es heute auch als hochselektiver Hemmer dreier Enzyme, die unter dem Namen Steroid-5α-Reduktase zusammengefasst werden. Finasterid verhindert die Bildung von Dihydrotestosteron (DHT), dem Androgen, das die Haarfollikel und Haare miniaturisiert. Da die Verwendung von Finasterid ein starker Eingriff in den Hormonhaushalt des Organismus ist, müssen Arzt und Patient entscheiden, welche Nebenwirkungen in Kauf genommen werden.  Für Frauen ist Finasterid kontraindiziert.

4. Östrogene und Antiandrogene für Frauen

Bei Frauen kommen als Mittel gegen Haarausfall auch vom Arzt verschriebene Östrogene und Antiandrogene zum Einsatz. Östrogene tragen dazu bei, dass mehr Testosteron im Blut gebunden wird; außerdem steht weniger freies Testosteron bereit, um in Gestalt von DHT, an den Haarfollikeln anzudocken. Antiandrogene blockieren den Androgen-Rezeptor. Das Wirkprinzip der Anti-Androgene leuchtet ein, der Wirknachweis bei Haarausfall, insbesondere bei androgenetischem Haarausfall in den Wechseljahren, steht aber noch aus.

Die Bedeutung der Kopfhaut

Da Haare als Hautanhangsgebilde Teil der Kopfhaut sind, ist Haarqualität und Haarwachstum letztlich auch abhängig vom Hautzustand. Neigt die Kopfhaut zu Trockenheit, Juckreiz und Entzündungen, wird auch der Zellstoffwechsel der Haarfollikel dauerhaft gestört. Ein Mittel gegen Haarausfall, das parallel zum Haarwachstum die Regeneration der Kopfhaut fördert, hat ein deutlich größeres Wirkpotenzial. Thiocyn Haarserum ist eines dieser Produkte.

Welches Mittel gegen Haarausfall ist das richtige?

Bevor wir ein Mittel gegen Haarausfall auswählen und anwenden, müssen wir verstehen, dass Haarausfall nicht gleich Haarausfall ist. Ein Beispiel: Die Behandlung von androgenetischem Haarausfall mit Nahrungsergänzungsmitteln wird schwerlich zum Erfolg führen. Die miniaturisierten Haare und Haarfollikel erhalten genügend Nährstoffe. Das eigentliche Problem ist der Störfaktor DHT im Zellstoffwechsel. DHT hindert die Haare daran, zu Terminalhaaren zu werden. Der frühzeitig unterbrochene Haarzyklus führt unweigerlich zum Haarausfall

Ein Mittel für Frauen und Männer

Um androgenetischem Haarausfall Einhalt zu gebieten, mussten geeignete Mittel bislang immer auch hormonell wirken. Thiocyn Haarserum eröffnet betroffenen Männern und Frauen neue Perspektiven, da der patentierte Thiocyanat-Wirkstoff den Zellstoffwechsel an den Haarwurzeln in seiner Gesamtheit positiv beeinflusst. Thiocyanat stabilisiert den Zellstoffwechsel stabilisiert und normalisiert den Haarzyklus – ohne den Hormonhaushalt einzugreifen. Thiocyn Haarserum steht für einfache Anwendung, hohe Verträglichkeit 2, wirkt unspezifisch und ist deshalb sowohl für Männer und Frauen jeden Alters geeignet. Der Behandlung in Eigenregie steht also nichts im Wege.

Letztes Mittel: Glatze rasieren?

Bevor sich Männer entschließen, ihr schütteres Haar durch eine Glatze zu ersetzen, haben sie viel ausprobiert. Eine Glatze zu rasieren, diese Entscheidung ist nachvollziehbar, wenn kein Mittel hilft. Männer, die von androgenetischem Haarausfall betroffen sind, sollten aber wissen, dass ein seit Jahren gestörter Haarzyklus sehr lange braucht, um ins Gleichgewicht zu kommen, ganz abgesehen von der Aktivierung „schlafender“ Haarfollikel. Es ist also Geduld gefragt.

Für Männer mag die regelmäßige Rasur des Kopfes ein Befreiungsschlag sein, zumal ein kahler Kopf bei Männern den modischen Mainstream trifft. Für Frauen ist übermäßiger Haarausfall bzw. eine Glatze keine Option. Lange, füllige Haare definieren seit jeher Weiblichkeit. Frauen werden daher immer nach dem für sie besten Mittel gegen Haarausfall und dünner werdendes Haar suchen.


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