Haarverlust: zeitweilig oder für immer?

Viele Männer, aber auch Frauen fragen sich mit Blick auf dünner werdendes Haar und sichtbar werdende Kopfhaut: Wann werden meine Haare wieder nachwachsen? Um diese Frage seriös zu beantworten, ist es sinnvoll, zwischen zeitweiliger Haarlosigkeit,  schleichendem Haarverlust und einem permanenten Haarverlust zu unterscheiden.

Haarverlust: zeitweilig oder für immer

Dünner werdendes bei Frauen: vor allem im Scheitelbereich

In Kürze

  • Haarverlust ist gegeben, wenn die Haarfollikel keine Haare mehr produzieren können.
  • Ursache dafür sind Autoimmunreaktionen, Alterungsprozesse und vernarbende Alopezien.

Zeitweiliger Haarverlust

Unsere Haare wachsen durchschnittlich 4 bis 6 Jahre, dann fallen sie aus, damit neue Haare nachwachsen können. Dieser Haarausfall – genauer gesagt dieser Haarwechsel – ist völlig normal und kein Grund zu Sorge. Bevor neue Haare nachwachsen, müssen sich die Haarfollikel aber regenerieren. Die Ruhephase der Haarfollikel im Haarzyklus kann mehrere Monate dauern. Die Haarlosigkeit einzelner Haarfollikel fällt nicht ins Gewicht, weil sich mehr als 80% der Haare in der Wachstumsphase befinden.

Diffuser Haarausfall

Bei einem starken diffusen Haarausfall (mehr als 100 Haare am Tag) kann es zu einem stark sichtbaren Nachlassen der Haardichte über dem gesamten Kopf kommen. Diffuser Haarausfall entsteht u. a. durch Eisenmangel, einseitige Ernährung – oder Störungen des Hormonhaushalts: Der Haarausfall nach der Schwangerschaft wird bei Frauen durch ein Absinken des Östrogenspiegels auf Normalniveau ausgelöst. Werden die Ungleichgewichte des Zellstoffwechsels an den Haarwurzeln ausgeglichen, ist der zeitweilige Haarverlust reversibel. Die Haare wachsen gesund und kräftig nach.

Alopecia areata

Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist eine akute, entzündlich bedingte Haarlosigkeit. Wenn es zu keiner Zerstörung der Haarfollikel kommt, setzt das Haarwachstum bei einem Drittel der Betroffenen im Verlauf von 6 Monaten spontan wieder ein. Die neu wachsenden Haare sind zunächst dünn und farblos, entwickeln sich aber zu kräftigen Terminalhaaren.

Schleichender Haarverlust

Ursache ist androgenetische Alopezie bzw. erblich bedingter Haarausfall. Erblich bedingter Haarausfall durchläuft bei betroffenen Männern zwei große Haarausfallschübe. Mit dem ersten Schub um die 20 beginnt die Ausdünnung der Haare, sehr oft die Bildung von Geheimratsecken und Tonsur. Der zweite androgenetische Schub um das 40. Lebensjahr, oftmals schon früher, miniaturisiert die Haare auf dem Oberkopf. Stellen die Haarfollikel ihre Arbeit ganz ein, entstehen haarlose Areale. Die anderen Haare wachsen unbeeinflusst von DHT weiter.

Nicht zuletzt sind auch Alterungsprozesse der Haarfollikel für einen schleichenden Haarverlust verantwortlich. Als wichtigster Faktor sehen Dermatologen oxidativen Stress. Können Sauerstoffradikale – Nebenprodukte des Zellstoffwechsels an den Haarwurzeln – nicht mehr entgiftet werden, verlangsamt sich das Wachstum der Haare und wird irgendwann ganz eingestellt. Man könnte auch sagen, die Haare haben nicht mehr genügend Kraft zu wachsen.

Permanenter Haarverlust

Ursachen für permanenten Haarverlust sind letzlich vernarbende Alopezien, d.h. die Haarfollikel werden durch Infektionen, Pilzerkrankungen, physikalische und chemische Einflüsse, z.B. Verätzungen, nicht zuletzt durch Dermatosen, also Erkrankungen der Kopfhaut zerstört.

Der Verlauf und die Dynamik von Alopecia areata ist individuell sehr unterschiedlich. Neben dem spontanen Wachstum neuer Haare ist auch eine viele Jahre bestehende völlige Haarlosigkeit möglich. Zu einem Totalverlust der Haare kommt es auch hier, wenn die Haarfollikel vernarben.

Prognose

Die Sorge vor einem krankheitsbedingten Haarverlust ist größer als seine statistische Wahrscheinlichkeit. Bei Reizungen und schmerzhaften Entzündungen der Kopfhaut ist es aber auf jeden Fall ratsam, so schnell wie möglich den Hautarzt aufzusuchen, um durch die passende Therapie Schlimmeres zu verhindern. Das Risiko eines totalen Haarverlustes durch Alopecia areata ist wesentlich höher einzuschätzen als durch eine Erkrankung der Kopfhaut.

Schleichender Haarverlust als Folge von erblich bedingtem Haarausfall betrifft 50 Prozent der Männer, aber auch jede fünfte Frau. Je nach individueller genetischer Veranlagung dauert dieser Prozess bei Männern ein paar Jahre oder mehrere Jahrzehnte. Bei den meisten Frauen dünnen die Haare erst während der Wechseljahre im Bereich des Mittelscheitels aus. Eine Glatze wie bei Männern ist bei Frauen sehr selten.

Insgesamt ist es sehr empfehlenswert, die Haarwurzeln täglich zu stärken und vor  wachstumsstörenden Einflüssen zu schützen. Thiocyn Haarserum ist die Spezialpflege bei Haarausfall *, schütterem und dünner werdendem Haar.

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