Haare wachsen nicht

Wenn Frauen sagen: „Meine Haare wachsen nicht“, meinen sie damit vor allem, dass ihre Haare zu langsam wachsen. Dieses Urteil ist ganz subjektiv, kann aber prinzipiell von der Wissenschaft bestätigt werden. Ursachen für verlangsamtes Haarwachstum sind zahlreich und können sich überlagern. 

Damit Haare gut wachsen, brauchen sie u. a. eine gesunde Ernährung.

Normales Haarwachstum

Frauen, die lange oder längere Haare haben wollen, wissen, das geht nicht von heute auf morgen. Denn die Wachstumsgeschwindigkeit der Haare ist naturgegeben, d. h. genetisch festgelegt. Haare wachsen durchschnittlich 0,3 mm am Tag, also ca. 1 cm im Monat und 10 bis 12 cm im Jahr. Um von einer Kurzhaarfrisur – die Haare sind zwischen 5 und 10 cm lang – wieder auf 30 bis 40 cm lange Haare zu kommen, dauert es ca. 3 Jahre.

Langsames Haarwachstum

Wenn die Haare langsamer wachsen als genetisch vorgesehen – d.h. weniger als 1 cm im Monat –, wird der Wunsch „lange Haare“ zu bekommen und neue Frisuren, z.B. geflochtenes Haar, auszuprobieren, durchaus zur Geduldsprobe. Ganz generell kann man bei einem verlangsamten Haarwachstum davon ausgehen, dass der Zellstoffwechsel der Haare gestört, bisweilen sogar blockiert wird; einige Ursachen:

Einseitige Ernährung

Um gut zu wachsen, brauchen unsere Haare Baustoffe wie Proteine, die in Haarkeratin umgewandelt werden, oder Kohlenhydrate, die Energie für den Zellstoffwechsel liefern. Auch Spurenelemente wie Eisen dürfen nicht fehlen. Ohne Eisen, konkret Ferretin, wird der aerobe Energiestoffwechsel in den Haarfollikeln gestört, da nicht mehr genügend Sauerstoff für Zellteilung und Zellwachstum an die Haarwurzeln gelangt.

Gereizte Kopfhaut

Da unsere Haarfollikel fest in der Kopfhaut verankert sind, können Mikroentzündungen der Kopfhaut leicht auf die Haar-Matrix, die hochempfindliche Haarbildungszone, überspringen. Nicht zuletzt sind es Stress-Botenstoffe, die an den Haarwurzeln entzündliche Prozesse auslösen. Diese verlangsamen nicht nur das Wachsen der Haare, sondern rufen – als Folge der Immun-Antwort des Organismus – sogar Haarausfall hervor.

Freie Radikale

Sauerstoff-Radikale, die als Nebenprodukt des Stoffwechsels entstehen, führen zu Alterungsprozessen der Haarfollikel durch oxidativen Stress. Die Wachstumsgeschwindigkeit der Haare, konkret die Teilung der Haarzellen, verlangsamt sich. Daher ist es wichtig, diese die Haarregeneration hemmenden Radikale regelmäßig zu entgiften und so die Haarwurzeln nachhaltig zu stärken.


Dünner werdendes Haar

Ein besonderer Fall von zu langsam wachsenden Haaren ist das sehr zögerliche Nachwachsen der Haare, also die Verzögerung eines neuen Haarzyklus. Wie kommt es dazu? Bei einem Viertel der Frauen kann durch ein Östrogen-Defizit – meistens in den Wechseljahren, aber auch schon früher – eine androgenetische Alopezie ausgelöst werden. Das bedeutet, dass die Wachstumsphase der Haare vorzeitig beendet wird. Die Regenerationsphase der Haarfollikel jedoch dauert länger als die üblichen 2 – 3 Monate. Die Folge: dünner werdendes Haar im Scheitelbereich, weil mehr Haare ausfallen als nachwachsen.


Haare werden nicht länger

Unabhängig vom Phänomen, dass Haare langsamer wachsen, muss man den Umstand betrachten, dass Haare einfach nicht länger werden können. Die Erklärung sind äußere Einflüsse, die das Haar schädigen, so dass es abbricht oder geschnitten werden muss.

Spliss

Längere Haare stoßen beständig auf die Schultern und teilen sich an den Spitzen. So entsteht Spliss. Werden die Spitzen regelmäßig gekürzt, verzögert sich das Ziel, lange Haare zu bekommen.

Styling

Konstant hohe Temperaturen von Föhn, Glätteisen oder Lockenstab können die Haarstruktur schädigen und Haarbruch begünstigen, weil die Haare austrocknen. Vergleichbares gilt bei wiederholtem festen Zusammenbinden mit einem Haarband oder Haargummi. Es kommt zu einem starken mechanischen Reiz, der die äußere Schicht der Haare (Cuticula) im Laufe der Zeit abträgt.

Verkürzter Haarzyklus

In der Regel sind die Haarzyklen von Natur so eingestellt, dass unsere Haare im Durchschnitt zwischen 4 und 6 Jahren wachsen. Es ist aber durchaus auch möglich, dass die Wachstumsphase bestimmter Haarfollikel auf zwei oder drei Jahren limitiert ist. Die Haare wachsen dann maximal schulterlang.

Tipps für schönes, langes Haar

Um die Haarqualität zu verbessern, empfiehlt sich eine sanfte Pflege der Haare mit einem sehr milden Shampoo, z. B. noreiz Hautberuhigendes Pflege-Shampoo, und achtsames Styling. Basis für schönes, gesundes, gut wachsendes Haar ohne Spliss ist auf jeden Fall eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung.

Störfaktoren wie Stress, freie Radikale und Hormonungleichgewichte können durch den Wirkstoff Thiocyanat kompensiert werden. Thiocyanat wirkt im Zellstoffwechsel der Haarfollikel anti-entzündlich und als Radikalenfänger. Die Zellleistung wird verbessert und das Haarwachstum – trotz zahlreicher Störfaktoren – auf ganz natürliche Weise reguliert und stimuliert.

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