Haarbruch – eine Form von Haarausfall

Ursachen für Haarbruch, insbesondere bei Frauen mit langen Haaren, sind sehr oft äußere – physikalische oder chemische – Einflüsse. Brechen die Haare direkt über der Kopfhaut oder subkutan im Haarfollikel ab, sind dafür Verbindungsfehler bei der Keratinisierung der Haare verantwortlich. Haarbruch wird von Haar-Experten als eine Variante von Haarausfall gesehen.

 

Haarbruch raubt dem Haar den Glanz und führt zu dünner werdendem Haar.
Zeit zu handeln.

 

In Kürze

  • Haarbruch führt genau wie Haarausfall zu dünner werdendem Haar.
  • Äußere Ursachen für Haarbruch: Haarkosmetik, Hitze, Styling u.a.
  • Organische Ursachen für Haarbruch: Störungen des Zellstoffwechsels an den Haarwurzeln.
  • Maßnahmen gegen Haarbruch: sorgfältige Haarpflege, nicht zuletzt die Verwendung von Thiocyn Haarserum.

 

 

Haarbruch als Faktor für dünner werdendes Haar

Starker Haarbruch nimmt dem Haar früher oder später die Fülle. Brechen die Haare direkt über der Kopfhaut ab, hat Haarbruch dieselbe optische Wirkung wie übermäßiger Haarausfall. Die Haardichte lässt nach. Da der Haarzyklus abgebrochener Haare nicht beendet ist, wachsen die Haare glücklicherweise weiter. Problematisch dabei: Abgebrochene Haare sind anfälliger für Spliss.

 

 

Äußere Ursachen für Haarbruch

Haarbruch meint Haar, das abbricht, ist aber vor allem ein besonderer Zustand der Haare. Untrügliches Zeichen für Haarbruch sind kleine helle Punkte auf dem Haar. Unter dem Mikroskop erkennen wir, dass das Haar entweder angebrochen oder sogar schon abgebrochen ist; einige Fasern halten das Haar noch zusammen. Besonders anfällig für Haarbruch sind lange, strapazierte Haare überall dort, wo Schutzhülle (Cuticula) und Faserstamm (Cortex) der Haare strukturell geschädigt sind.

Haarkosmetik

Die häufigste Form des chemisch bedingten Haarbruchs geht auf Haarkosmetik zurück. Produkte für Dauerwellen oder zum Färben können dem Haar gefährlich werden, wenn sie zu lange einwirken als vom Hersteller empfohlen. Die chemische Reaktion am Haarkeratin gerät gewissermaßen außer Kontrolle.

Hitze

Zu heißes oder langes Föhnen oder intensives Styling mit dem Lockenstab kann die Struktur der Haare thermisch verändern. Die Haare brechen an den geschädigten Stellen ab, wachsen aber weiter, wenn die Haarfollikel durch die Hitzeeinwirkung keinen Schaden nehmen. Unterschätzt wird ebenfalls die Kraft der Sonne, nicht nur am Strand, sondern auch im Zuge des Klimawandels. Die Haare verlieren durch langanhaltende Sonnenexposition an Feuchtigkeit, trocknen aus und brechen leichter.

Styling

Durch häufiges Styling bzw. Stylingprozeduren wie starkes Bürsten oder Toupieren sowie Umwelteinflüsse wie Sonnenlicht oder Salzwasser nutzt sich die Schuppenschicht der Haare (Cuticula) ab. Durch die Abschilferung verliert der Faserstamm der Haare seinen Schutz. Die Kittsubstanz zwischen den Faserzellen wird nach und nach herausgelöst. Die Haare fasern aus. Es kommt zum Querbruch des Haarschafts.

Spliss

Haarbruch und Spliss sind nicht identisch. Spliss ist eine Aufspaltung der Haare ausgehend von den Spitzen in Längsrichtung. Spliss entsteht vor allem durch mechanische Reibung der Haarspitzen auf den Schultern. Die Überstrapazierung der Haarspitzen wird durch thermische oder chemische Faktoren verstärkt. Insbesondere abgebrochene Haare sind anfällig für Spliss.

Zugspannung

Ein weiterer Faktor für Haarbruch sind Frisuren wie Pferdeschwanz und Zopf oder der Versuch, Frisuren mit Lockenwicklern zu gestalten. Je höher die Zugspannung, desto größer ist die Störung des Zellstoffwechsels; die Haare gehen aus. Bei wiederholtem Einwirken fällt es den Haarfollikeln immer schwerer, das Haarwachstum aufrecht zu erhalten. Der Haarverlust führt zum Zurückweichen der Haar-Stirn-Grenze. (Traktionsalopezie)


Organische Ursachen für Haarbruch

Damit unsere Haare kontinuierlich wachsen, braucht der Zellstoffwechsel an den Haarwurzeln eine Vielzahl von Bau- und Funktionsstoffen, zum Beispiel Proteine zur Keratinisierung der Haare, genügend Energie, um Zellteilung und Zellwachtum zu ermöglichen, nicht zuletzt Hormone.

Proteinmangel

Fehlen Proteine infolge unausgewogener Ernährung wachsen die Haare langsamer, die Verdrillung feinster Keratinfasern zu Cuticula, Cortex und Medulla gestaltet sich schwieriger. Die Reißfestigkeit und die Elastizität der Haare leiden. Sie sind dadurch anfälliger für physikalische und chemische Einflüsse.

Eisenmangel

Bei Eisenmangel kommt es zu Fehlbildungen der Haarstruktur, weil der Energiestoffwechsel gestört ist, nicht zuletzt leidet die Fähigkeit der Haarmatrixzellen zur Zellteilung in den Haarwurzeln.

Hormonungleichgewichte

Frauen registrieren nach der Schwangerschaft einen übermäßigen Haarausfall telogener Haare. Ursache ist ein Zurückfallen des Östrogenspiegels auf Normalniveau. Anagene Haare, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, sind von Verbindungsfehlern bei der Haarkeratinisierung betroffen. So entstehen Strukturschäden der Haare gewissermaßen bei der Bildung des Haarschaftes von innen heraus.

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse wachsen die Haare zunächst schneller, erreichen aber nicht die volle Länge, weil sie dünner nachwachsen, dadurch brüchiger und anfälliger für Haarbruch sind.

Werden zu wenig Schilddrüsenhormone ausgeschüttet, neigen die Haare zum Verfilzen, aber auch zur Brüchigkeit. Die Schuppenschicht des Haares (Cuticula) liegt nicht mehr glatt und flach auf der Faserschicht des Haares (Cortex) und bietet physikalischen und chemischen Noxen eine größere Angriffsfläche. Nach und nach dünnen die Haare aus, die Haardichte nimmt ab.


Haarbruch und Spliss stoppen

Im Drogeriemarkt finden sich viele Kuren, Spülungen oder Shampoos, die versprechen, strohige Haare kurzfristig zu stärken, ihre raue Oberfläche zu glätten, um damit Spliss zu reduzieren und Haare wieder glänzen zu lassen. Das Problem: Die Haarschäden werden optisch nur kaschiert. Eine Reparatur der beschädigten Haare findet nicht wirklich statt. Abhilfe schafft kurzfristig nur Schneiden der Spitzen, langfristig schonende Haarpflege und ein sensibler Umgang mit (langen) Haaren bei der Haarpflege: Vorbeugen ist besser als Reparieren.

– Haarpflege fängt beim Haarewaschen an. Ein mildes Shampoo ist nicht so schwer zu finden. Es soll die Haare von Schmutzpartikeln und Hautfetten befreien, aber nicht ihre Struktur angreifen.

– Da die vom Wasser aufgequollenen Haare leichter brechen, sollten sie immer trocken getupft werden. Haar-Experten empfehlen z. B. glatte Jersey-Handtücher in T-Shirt-Qualität. Jersey schont das Haar, weil es nicht die ganze Feuchtigkeit aufsaugt.

– Empfehlenswert ist ein Föhn, der mehr als heiße Luft produziert. Mit unterschiedlichen Luftgeschwindigkeiten und Temperaturen schonen Sie Haare und Kopfhaut. Eine Kaltfunktion kühlt das Haar ab und wirkt wie ein natürliches Haarspray.

– Beim Bürsten der (langen) Haare immer mit den Spitzen beginnen. So wird vermieden, dass sich die verworrenen Haare bzw. Strähnen weiter zusammenziehen und reißen.

– Bei Haarbruch am Ansatz ist es wichtig, den Haaren keine weiteren chemischen Behandlungen auszusetzen. Gönnen Sie sich  eine Pause von Färben und Tönen.

– Der patentierte Thiocyanat-Wirkkomplex im Thiocyn Haarserum kompensiert Störfaktoren, die sich negativ auf das Haarwachstum auswirken könnten, direkt an den Haarwurzeln. Die Haare wachsen gesünder und stärker nach.


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