Wechseljahre und Haarausfall

Hormontherapie bei Haarausfall während der Wechseljahre?

Die Wechseljahre von Frauen sind gekennzeichnet von einer kontinuierlich abnehmenden Östrogenproduktion des Organismus. Insbesondere nach der Menopause machen sich bei fast jeder zweiten Frau Wechseljahresbeschwerden bemerkbar. Mit einer Hormontherapie sollen die Symptome gelindert und die Lebensqualität der Frauen verbessert werden. Trotz jahrzehntelanger Erforschung der Wirkung von Hormontherapien: Es gibt keine validen Daten, ob das Symptom Haarausfall auch durch die Gabe von Hormonen behandelt werden kann.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Wechseljahre verlieren viel von ihrem Schrecken, wenn wir wissen, wann sie auf uns zukommen und vor allem wie lange sie dauern. Dreh- und Angelpunkt bei der zeitlichen Bemessung der Wechseljahre ist die Menopause, die letzte spontane Monatsblutung einer Frau.

Was passiert in den Wechseljahren?

Jede Frau kommt in die Wechseljahre bzw. das Klimakterium (griech. klimaktér „Stufenleiter“). Aufgrund einer Vielzahl von Beschwerden, die sie hervorrufen, haben Wechseljahre keinen guten Ruf. Medizinisch betrachtet markieren sie aber genau genommen nur das Ende der weiblichen Fortpflanzungsfähigkeit. Dazu wird die Produktion der Hormone, der Sexualhormone, heruntergefahren. Das evolutionäre Ziel dieses Prozesses besteht nicht darin, Frauen leiden zu lassen; sie sollen keine Kinder mehr kriegen.

Wechseljahresbeschwerden: Denken Sie dabei auch an dünner werdendes Haar?

Wechseljahresbeschwerden sind keine Krankheit, sondern Symptome eines nach und nach auftretenden Östrogenmangels im weiblichen Organismus. Fehlen Hormone kommt es zu physiologischen Störungen, da Stoffwechselprozesse aus dem Gleichgewicht geraten. Typische Wechseljahresbeschwerden sind Hitzewallungen und Schlafstörungen, aber auch Haarausfall (hypoöstrogenanämisches Effluvium) und dünner werdendes Haar.

Haarausfall mit Beginn der Wechseljahre: Warum jetzt?

Frauen haben es gut: Ihre Östrogene sind ein natürliches Haarwuchsmittel, jedenfalls bis ins 5. Lebensjahrzehnt. Wenn die Wechseljahre beginnen, steigt auch bei Frauen die Wahrscheinlichkeit für Haarausfall. Die Ursache: Der Organismus reduziert schlagartig die Östrogen-Produktion. Aus vollem Haar wird weniger Haar, die Haardichte lässt nach. Haben Frauen auch noch eine Veranlagung zu androgenetischer Alopezie, macht sich dünner werdendes Haar noch stärker bemerkbar.