Haarausfall nach der Haartransplantation?

Die Haartransplantation ist eine oft erprobte Behandlung, Haarausfall bzw. Haarverlust in den Griff zu kriegen, wenn sich auf dem Kopf, zumeist infolge erblich bedingten Haarausfalls, schon größere kahle Areale gebildet haben. Wachsender Beliebtheit erfreut sich die FUE-Methode. Die Vorher-Nachher-Bilder der Kliniken zeigen überzeugende Ergebnisse. Was von den Patienten oftmals ausgeblendet wird, ist der Umstand, dass der Haarausfall nach der Haartransplantation keinesfalls vorbei ist.

Haarausfall nach der Haartransplantation


Unser Angebot nach der Haartransplantation:
Haarfollikel stärken, Wachstum stimulieren.

In Kürze

  • Wer sich einer Haartransplantation unterzieht, will sein Aussehen optimieren.
  • Geheimratsecken verschwinden, schütteres Haar wird dichter: Die Behandlung ist erfolgreich.
  • Das Problem: Haarausfall nach der Haartransplantation.
  • Jetzt gilt es, transplantierte Haarfollikel bei der Regeneration zu unterstützen und geschwächte Haarfollikel zu stärken.

Erfahrungen mit Haartransplantationen

Wenn alles gut läuft: überschaubare Kosten, keine Komplikationen und ein befriedigendes Ergebnis – macht eine Haartransplantation sehr glücklich. Der jahrlange Leidensdruck bei Männern, aber auch immer mehr Frauen, verschwindet praktisch über Nacht. Dennoch gibt es bei einer Haartransplantation durchaus Risiken.

Um Risiken wie Infektionen auf der Kopfhaut, Vernarbungen durch zu dichtes Verpflanzen der Haarfollikel oder kosmetische Mängel wie falsch ausgerichtete Wurzelkanäle möglichst auszuschließen, ist es wichtig, die Angebote der in Frage kommenden Kliniken sorgfältig zu prüfen und miteinander zu vergleichen. Der erste Kontakt erfolgt oft über Internet. Jede seriöse Klinik, sei es in Deutschland, Ungarn oder der Türkei, verwendet dann sehr viel Zeit, um Interessenten auch im persönlichen Gespräch zu informieren. Eine letzte, vertrauensbildende Maßnahme vor der Haartransplantation ist schließlich ein Treffen mit dem Chirurgen, der die Behandlung vornehmen soll.


Nach der Haartransplantation

In den vergangenen Jahren lässt sich bei Haartransplantationen eine steigende Nachfrage für die minimal-invasive FUE-Methode (= Follicular Unit Extraction) feststellen. Dennoch hat auch die schonendste Haartransplantation Nebenwirkungen. Neben einer wunden Kopfhaut lassen sich Schwellungen des Gesichts, vor allem der Augen, kaum vermeiden. Außerdem ist Haarausfall nach der Haartransplantation völlig normal.

Am besten ist es, an die Transplantation einen Urlaub zu Hause anzuschließen, um mechanischen Reizen auf den Kopf bzw. die verpflanzten Haarfollikel aus dem Weg zu gehen. Im Allgemeinen dauert es zwischen vier bis sechs Monaten, um das Ergebnis einer Haartransplantation beurteilen zu können. Für eine abschließendes Urteil sollte man sich ein Jahr gedulden.

Bitte beachten Sie: Das Problem Haarausfall bleibt auch nach der Haartransplantation akut. Wir nennen drei Gründe:

1. Operationsschock der Haarfollikel

Wenn die Haare direkt nach der Transplantation ausfallen, ist das zunächst sehr beunruhigend, aber fast gar nicht zu vermeiden und in den allermeisten Fällen kein Zeichen für eine missglückte Behandlung. Ursache für den Haarausfall ist der Operationsschock. Der Operateur hat die Haarfollikel mit Extraktionsnadeln von den feinen Blutgefäßen getrennt. Abgeschnitten von Energie und Baustoffen für die Haarsubstanz, wie z. B. Proteine, können die Haarfollikel keine Haarsubstanz produzieren und werfen die Haare ab (Shedding). Wenn die Haare bzw. Haarfollikel schließlich langsam in der neuen Umgebung anwachsen und neu mit dem Blutkreislauf verbunden sind, beginnen sie wieder mit der Haarproduktion.

2. Alterungsprozess der Haare

Im Unterschied zu den im Laufe der Jahre ausgegangenen Haare wachsen verpflanzte Haare vom Hinterkopf lebenslang. Das schützt sie trotzdem nicht vor Alterserscheinungen. Wenn es den Haarfollikeln um das 50. Lebensjahr zunehmend schwerfällt, mit schädlichen Stoffwechsel-Nebenprodukten, z.B. mit oxidativem Stress, d.h. Sauerstoffradikalen, fertig zu werden, kommt es zu Haarausfall. Die Zahl der Haare geht auf dem ganzen Kopf zurück; auch an den Stellen, wo Haare implantiert wurden.

3. Erblich bedingter Haarausfall

Gleich neben dem verpflanztem Haar befinden sich weiterhin die genetisch fehlprogrammierten Haarfollikel, deren Schicksal es ist, nach den Gesetzen des erblich bedingten Haarausfalls zu miniaturisieren und dann die Haarproduktion ganz einzustellen. Der erfahrene Haar-Chirurg hat im Haarkranz seiner Kunden deshalb Areale mit weiteren Spenderhaaren ausgemacht, die einige Jahre nach der ersten Haartransplantation auf neu entstehende Kahlstellen verpflanzt werden könnten.

In jedem Fall gilt es, einen guten Zeitpunkt für die Haartransplantation zu finden, nicht zu früh, weil der Haarausfall noch fortschreitet, aber auch nicht zu spät, weil es schwierig sein dürfte, große Kahlstellen ästhetisch befriedigend aufzufüllen.


Fazit

Eine Haartransplantation ist nicht die finale Lösung aller Haarprobleme. Es macht Sinn, eine gesundes Haarwachstum in zwei Richtungen zu fördern: 1. Die Heilung der Kopfhaut und die transplantierten Haarfollikel beim Anwachsen zu unterstützen und 2. Wachstumsstörende Einflüsse auf permanent geschwächte Haarfollikel zu kompensieren. Für beide Zwecke gibt es ein gutes Mittel.

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