Haarausfall im Herbst: Fellwechsel?

Oft nehmen Frauen einen saisonal verstärkten Haarausfall wahr. Bei Haarausfall im Herbst denken viele Betroffene unwillkürlich an einen „Fellwechsel“. Ihre Erklärung: Wenn Haare das menschliche Fell sind, dann ist es doch logisch, dass unsere Haare, wie bei anderen Säugetieren auch, im Herbst ausfallen, damit neue, möglicherweise sogar dickere Haare für den Winter nachwachsen können. Der Begriff Fellwechsel ist ein interessanter Versuch, übermäßigen Haarausfall zu erklären.

Haarausfall im Herbst - Fellwechsel?

Der Fellwechsel im Herbst ist ein Relikt der Evolution.

In Kürze

  • Haarausfall im Herbst ist ein Thema, das besonders Frauen bewegt.
  • Viele Betroffene sprechen von „Fellwechsel“.
  • Der saisonale Fellwechsel, besser: Haarwechsel im Herbst entpuppt sich oft als periodischer, diffuser Haarausfall.
  • Ursachen für diffusen Haarausfall sind Stress, Hormonungleichgewichte, Eisenmangel, unausgewogene Ernährung u.v.a.m.
  • Werden die Ursachen behandelt, wachsen die Haare wieder nach.

Bessere Schutzfunktion der Haare

Die „Mauser“ bzw. der Haarausfall im Herbst erklärt sich als Erbe der stammesgeschichtlichen Vergangenheit des Homo sapiens. Besonders Frauen fällt der Haarausfall sofort auf. Da sie täglich ihre Haare bürsten, zählen sie im Büstenkopf über mehrere Wochen lang mehr als 100 Haare täglich. Das ist sehr beunruhigend. Die Haare wachsen aber in der Regel wieder nach, zwar nicht als ein dichteres oder dickeres „Winterfell“, aber ohne Schäden in der Haarstruktur, die durch Abnutzung oder übertriebene Pflege hervorgerufen wurden. Mit dem Haarwechsel kann neues Haar, seine evolutionäre Funktion – Schutz vor Kälte und Witterung –, besser erfüllen.

Sonne als Auslöser des Haarwechsels

Heute besitzen wir Menschen kein Fell mehr, ausgenommen einige Männer mit extrem starker Körperbehaarung, so dass sich der Fellwechsel des Homo sapiens nur noch auf dem Kopf bemerkbar macht. Der wichtigste Faktor, um den Haarwechsel im Herbst zu erklären, ist wohl die intensive Sonneneinstrahlung des Sommers. Wärme und UV-Strahlung führen dazu, dass besonders viele Haarfollikel von der Wachstumsphase in die Ruhephase übergehen. Diese Haare stecken noch einige Wochen mehr oder weniger lose im Haarfollikel und werden dann durch einen mechanischen Reiz, z. B. Bürsten oder Haarewaschen, aus der Kopfhaut gelöst.

Saisonaler oder periodisch diffuser Haarausfall?

Der saisonale Haarausfall im Herbst ist nicht besorgniserregend. Sollten die Haare aber nicht nachwachsen, müssen andere Ursachen in Betracht gezogen werden. Der saisonale Haarausfall entpuppt sich dann sehr oft als ein periodischer, unregelmäßig wiederkehrender, diffuser Haarausfall.

Gerade weibliche Haarfollikel reagieren sehr sensibel auf eine Vielzahl von Störfaktoren wie zum Beispiel Hormonungleichgewichte nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, seelischen oder körperlichen Stress, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Eisenmangel, unausgewogene Ernährung, Infektionen aber auch Hautkrankheiten und innere Erkrankungen wie Diabetes.

Normalerweise beträgt das Verhältnis von Haaren in der Wachstumsphase zu Haaren in der Ruhephase, die in Kürze ausfallen werden, 4 zu 1. Da die Haarzyklen unterschiedlich lang sind, kommt es bei gesundem Haarwachstum nie zu ausgedünnten oder kahlen Stellen auf dem Kopf. Bei diffusem Haarausfall jedoch laufen viele tausend Haarzyklen synchron aus. Die Haare wechseln nahezu gleichzeitig von der Wachstums- in die Ruhephase und fallen dann auch gleichzeitig aus. Das Haar dünnt in einer kurzen Zeitspanne recht schnell aus.


Diagnose von diffusem Haarausfall

Es ist nicht notwendig, ein Knäuel ausgefallener Haare in die dermatologische Sprechstunde, mitzubringen. Nach visueller Begutachtung von Kopfhaut und Haaren ziehen Arzt oder Ärztin leicht an einem Haarbüschel, jeweils an verschiedenen Stellen des Kopfes (Zugtest). Wenn sich dabei mehr als 10 % der Haare von der Haarwurzel lösen, ist das ein Hinweis für verkürzt ablaufende Haarzyklen, d. h., mehr Haarfollikel als normal befinden sich in der Telogenphase und sind bereit auszufallen.

Danach fragen die Mediziner nach Ereignissen, die zwei bis vier Monate vor Haarausfall-Beginn zu beobachten waren, zum Beispiel eine größere Operation oder eine Zeit mit viel Stress.

Bekannt ist, dass auch einige Erkrankungen Haarausfall hervorrufen, z. B. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, wenn ein höherer Blutzuckerspiegel zu Durchblutungsstörungen an der Haarwurzel führt, oder chronisch-entzündliche Darmkrankheiten wie Morbus Crohn, wenn die Versorgung der teilungsaktiven Haarwurzelzellen mit Nährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett), Vitaminen und Spurenelementen nicht mehr gewährleistet ist.

Eine Liste mit Medikamenten und ihren Nebenwirkungen kann auch sehr hilfreich sein, den Auslöser für Haarausfall zu identifizieren. Eine Blutuntersuchung liefert weitere Hinweise. Das Labor überprüft Entzündungsparamter, Eisen- oder Schilddrüsenwerte.

Die grobe quantitative Messung des Zugtestestes wird übrigens mit der Untersuchungsmethode des Trichogramms verfeinert. Das Trichogramm dient einer genauen Bestimmung des Haarwurzelstatus. Normalerweise befinden sich ca. 80 – 85 % der Haare in der Wachstumsphase (Anagenhaare), ca. 1 % in der Übergangsphase (Katagenhaare) und ca. 15 – 20 % in der Ruhephase (Telogenhaare).

Seit einiger Zeit sind immer mehr Hautarztpraxen mit einem TrichoScan ausgestattet: Eine bestimmte Stelle des Kopfes wird regelmäßig fotografiert. Fotos der Kopfhaut werden im Computer gespeichert. So ist es möglich, über einen längeren den Verlauf von Haarausfall oder neuen Haarwachstums zu dokumentieren und zu vergleichen.

Therapien bei diffusem Haarausfall

  • Dem saisonal verstärkten Haarausfall im Herbst folgt neues Haarwachstum. Da sich der Haarausfall selbst reguliert, ist es zutreffender, von Haarwechsel zu sprechen.
  • Keine Therapie ist erforderlich, wenn der diffuse Haarausfall durch spontanen Wegfall der Ursachen gestoppt wird und gesundes Haarwachstum gewissermaßen von selbst wieder einsetzt, wie zum Beispiel im vierten bis sechsten Monat nach der Schwangerschaft, wenn sich der Östrogenspiegel wieder im Gleichgewicht befindet.
  • Werden Medikamente mit der Nebenwirkung Haarausfall abgesetzt und durch vergleichbare ersetzt, bestehen ebenfalls gute Chancen, dass der diffuse Haarausfall gestoppt wird.
  • Erkrankungen wie eine Schilddrüsenfunktionsstörung, Infekte oder Diabetes mellitus müssen therapiert werden, damit das Symptom Haarausfall verschwindet.
  • Werden keine Ursachen gefunden oder lassen sich die Ursachen nicht erfolgreich therapieren, ist es für die geschwächten Haarwurzeln sehr förderlich, wenn sie vor wachstumsstörenden Einflüssen geschützt werden. Es hat sich als sehr sinnvoll erwiesen, den Zellstoffwechsel an der Haarwurzel zu stabilisieren und den Haarzyklus zu normalisieren. Thiocyn Haarserum kann dabei gute Dienste leisten.

Was ist Thiocyanat?

Thiocyanat ist ein natürliches Molekül, das die Entstehung des Lebens wie Wasser oder Sauerstoff von Anbeginn begleitet und deshalb für den menschlichen Organismus eine große Bedeutung besitzt – u. a. für den Zellstoffwechsel, und zwar auch an der Haarwurzel, dort, wo das Haarwachstum stattfindet. Einen zum Patent angemeldeten Thiocyanat-Wirkkomplex enthält Thiocyn Haarserum.

So wirkt Thiocyn Haarserum

Thiocyn Haarserum ist eine hormonfreie Spezialpflege bei nicht krankheitsbedingtem Haarausfall, schütterem und dünner werdendem Haar. 1x täglich angewendet entgiftet Thiocyn Haarserum die Haarregeneration hemmenden Sauerstoffradikale, stabilisiert den Zellstoffwechsel und normalisiert den aus der Balance geratenen Haarzyklus – völlig ohne Hormone und Nebenwirkungen.

 

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