Haarausfall bei Frauen entsteht oft infolge hormoneller Ungleichgewichte – im Fokus dabei: das Wachstumshormon Östrogen. Bei Östrogen-Mangelsituationen durch Absetzen der Pille, in der Zeit nach der Schwangerschaft oder mit Beginn der Wechseljahre, kann diffuser Haarausfall einsetzen. Nicht zuletzt sind es auch Stress, Eisenmangel, Arzneimittelreaktionen oder einseitige Ernährung, die einen frühzeitigen Haarausfall auslösen. Außerdem ist fast jede vierte Frau mehr oder weniger stark von androgenetischer Alopezie betroffen. Die Haare dünnen mit Beginn der Wechseljahre vor allem im Scheitelbereich aus.


Haarausfall Frau

Warum führt Eisenmangel zu Haarausfall?

Haare brauchen für beständiges Wachstum dringend Nährstoffe wie Glukose, Lipide und Vitamine sowie Eisen zur „Zellatmung“. Der Sauerstoff, den wir über die Lunge aufnehmen, wird infolge der Anwesenheit von Eisen im Blut gebunden und schließlich über den Blutkreislauf im ganzen Körper verteilt. Mit dem Abbau von Kohlenhydraten unter Einwirkung von Sauerstoff wird die Energie gewonnen, die den Zellstoffwechsel an der Haarwurzel in Gang hält. Fehlt Eisen, herrscht Eisenmangel. Fesonders bei Frauen ist dann Haarausfall vorprogrammiert.

Was tun bei Östrogenmangel und Haarausfall?

Östrogene sind für die Ausbildung der weiblichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich, ebenfalls für weibliches Fühlen und Denken. „Weibliche“ Sexualhormone beeinflussen das Frausein, besitzen eine hohe Relevanz für den gesamten Gesundheitszustand und einen stabilen Stoffwechsel, nicht zuletzt für einen gesunden Haarzyklus und das Haarwachstum. Herrscht im weiblichen Organismus Östrogenmangel kommt es sehr oft zu Haarausfall.

Hormonell bedingter Haarausfall – Was hilft?

Die Ursachen für nachlassende Haarausfall bei Frauen sind vielfältiger als bei Männern. Oftmals sind es starke psychische oder physische Belastungen, Stress oder depressive Verstimmungen. Auch die falsche Ernährung, zum Beispiel infolge unausgewogener Diäten, kann zu Haarausfall führen. Oder Eisenmangel. An erster Stelle steht jedoch hormonell bedingter Haarausfall: nach Absetzen oraler Kontrazeptiva (Pille), nach einer Schwangerschaft oder mit den Wechseljahren.

Dünnes Haar? Feines Haar?

Dünnes Haar? Irgendwann kommt der Punkt, an dem Frauen, die dünnes Haar haben, genauer gesagt ausgedünntes Haar, nicht mehr herumexperimentieren wollen mit neuen Frisuren, mit einer neuen Haarfarbe oder einem Volumen-Shampoo. Denn Haarpflege und Styling überdecken vieles, verhindern aber nicht den Haarausfall, nicht die Miniaturisierung der Haare und das untrügliche Gefühl, dass immer mehr Haare ausfallen als nachwachsen. Ist es möglich gegenzusteuern?