Was sind Geheimratsecken?

Geheimratsecken sind männlich-markant, sagen viele Frauen. Dieser Aussage gefällt vielen Männern. Weniger Haare sind also kein Makel. Gut informierte Männer wissen aber auch, dass der nach oben wandernde Stirn-Haar-Grenze genau betrachtet ein Warnsignal für erblich bedingten und fortschreitenden Haarausfall sind. Eine Glatze droht. Zeit zu handeln.

Mann tastet seine Geheimratsecken ab

Geheimratsecken sind ein erstes Anzeichen für erblich bedingten Haarausfall bei Männern.

In Kürze

  • Der medizinische Begriff für Geheimratsecken ist Calvities frontalis und bedeutet „Kahlheit der Stirn und der Schläfen“.
  • Sie betrifft in der Regel Männer.
  • Geheimratsecken sind ein erstes Zeichen für erblich bedingten Haarausfall bzw. androgenetische Alopezie.
  • Bei gut 80% der Männer zeigen sich Geheimratsecken schon während oder direkt nach der Pubertät und weiten sich im Laufe des Lebens aus.

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Ursachen für Geheimratsecken

Die Ursachen für die Ausbildung von Geheimratsecken sind fehlprogrammierte Haarfollikel über den Schläfen, die sehr empfindlich auf Androgene wie Dihydrotestosteron (DHT) reagieren. Es kommt zu einem frühzeitigen Abbruch der Wachstumsphase. Der Haarzyklus verläuft in immer kürzeren Zeitspannen. Die Haare kommen über die Größe von Flaumhärchen nicht mehr hinaus; sie miniaturisieren gewissermaßen. Irgendwann stellen immer mehr Haarfollikel die Haarproduktion ein. Die Kopfhaut tritt stärker in Erscheinung.

Glatzenbildung in sieben Stufen

Die Empfindlichkeit gegen Androgene betrifft auch Haarfollikel auf dem Hinterkopf von Männern. Nach den Geheimratsecken beginnen sich in einem zweiten Schritt die Haare auf dem Hinterkopf auszudünnen. Es bildet sich eine Tonsur.

Verbinden sich Geheimratsecken mit der Tonsur entsteht eine Glatze auf dem Oberkopf. Der Haarkranz von Ohr zu Ohr bleibt in den meisten Fällen erhalten.

Diese Entwicklung zeigt das Hamilton-Norwood-Schema, das sieben Verlaufstypen des androgenetischen Haarausfalls bei Männern unterscheidet.


 

Hamilton Norwood Schema zeigt die Ausbildung von Geheimratsecken

Typ 2
Frontaler Haarausfall. Leichte Ausbildung von Geheimratsecken.

Typ 4
Die Stirn „wandert“ nach oben. Eine Tonsur erscheint.

Typ 7
Vom ursprünglich vollem Haar verbleibt ein Haarkranz.


Geheimratsecken bei Frauen

Eigentlich sind Geheimratsecken ein Hinweis auf androgenetischen Haarausfall bei Männern. Im Unterschied dazu macht sich erblich bedingter Haarausfall bei Frauen, vor allem mit Beginn der Wechseljahre, durch dünner werdendes Haar im Scheitelbereich bemerkbar. Trotzdem sind genetisch präsdisponierte Frauen auch von Geheimratsecken und nachlassender Haardichte am Hinterkopf betroffen. Die Ausbildung einer Glatze ist bei Frauen jedoch sehr unwahrscheinlich.


Tipps gegen Haarausfall und Geheimratsecken

Alle Männer und Frauen, die das Phänomen Geheimratsecken richtigerweise als erblich bedingten Haarausfall interpretieren, fragen sich letztlich: Welche Mittel gibt es gegen Geheimratsecken? Wie kann ich meinen Haarausfall stoppen, das Haarwachstum verbessern? Was hilft gegen Haarausfall?

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung versorgt die Haarfollikel mit wichtigen Bau- und Funktionsstoffen für den Zellstoffwechsel der Haare: vom keratinbildendenen Protein bis hin zum Vitamin. Gerade junge Männer, die erfahrungsgemäß gerne Fast-Food konsumieren und damit Mangelzustände provozieren, sollten ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken.

Glatze rasieren

Die selbst beigebrachte Glatze ist für viele Männer ein unauflöslicher Widerspruch: Erblich bedingten Haarausfall bekämpfen – durch Verzicht auf Haare … Aber es spricht absolut nichts gegen dieses Mittel. Viele Männer fühlen sich mit einer regelmäßigen Kopfrasur einfach wohler. Statt Haarausfall und Geheimratsecken tatenlos zuzusehen, halten sie das Heft des Handelns in der Hand.

Shampoo gegen Haarausfall

Von revitalisierenden Pflanzenextrakten bis hin zu Koffein: Shampoos gegen Haarausfall sollen die Kopfhaut stimulieren, um die Wachstumsphase der Haare zu verlängern.

Haartransplantation

Als Mittel gegen Geheimratsecken und ausgedünntes Haar entdecken immer mehr Männer die Haartransplantation (HT) für sich: Gesunde Haarfollikel vom Hinterkopf werden auf die haarlose Kopfhaut im Stirnbereich und auf die Tonsur verpflanzt. Kandidaten für eine Haartransplantation sind Männer, aber auch immer mehr Frauen, deren Haarausfall mehr oder weniger ein finales Stadium erreicht hat. Solange der Haarausfall fortschreitet, ist eine Haartransplantation nicht die erste therapeutische Wahl.

Medikamente

Der Wirkstoff Finasterid unterdrückt die Bildung von Dihydrotestosteron bei androgenetischer Alopezie. Als Nebenwirkung wird Libido-Verlust beschrieben. Finasterid ist verschreibungspflichtig, wird aber von den Kassen nicht erstattet.

Thiocyanat

Ein Wirkstoff *, der weder Neben- noch Wechselwirkungen hervorruft, ist das natürliche, körpereigene Molekül Thiocyanat. Die patentierte Thiocyanat-Wirkformel in Thiocyn Haarserum entgiftet freie Sauerstoffradikale, kompensiert Störfaktoren wie DHT, schützt die Haare vor wachsstumsstörenden Einflüssen und unterstützt damit die Haarfollikel  bei ihrer Regeneration. Wenn sich die Zellteilung infolge einer täglichen Thiocyanat-Gabe an der Haarwurzel stabilisiert und sich der Haarzyklus normalisiert, wachsen die Haare wieder besser nach.

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Häufige Fragen an THIOCYN

Woher stammt der Begriff Geheimratsecken?

Einer der prominentesten Betroffenen ist wohl der Dichterfürst und Geheimrat am Hof von Sachsen-Weimar, Johann-Wolfgang Goethe (1749 – 1832). In Österreich nennt man das Haarausfallmuster Hofratsecken, in der Schweiz Ratsherrenecken.

Bei mir bilden sich Geheimratsecken und eine Tonsur aus. Bei meinem Bruder nicht.

Geheimratsecken sind das typische Haarausfallmuster bei erblich bedingten Haarausfall. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Geheimratsecken von einer Generation auf die nächste weiter gegeben wird, aber nicht zwingend. Die genetische Anlage für Haarausfall wird auf das eine Kind vererbt, auf das andere eben nicht. Die genetische Disposition für erblich bedingten Haarausfall befindet sich sowohl im Erbgut des Vaters und der Mutter.

Bei mir gehen die Haare gerade büschelweise aus. Wieso?

Androgenetische Alopezie kann sich bei Männern mit einem großen Haarausfallschub um die 20 Jahre herum bemerkbar machen. DHT sorgt für einen frühzeitigen, synchronen Haarausfall. Die betroffenen Haare lösen sich von der Kopfhaut durch mechanische Reize, z.B. beim Haarewaschen. So dramatisch dieser Haarausfall erscheint, er ist gewissermaßen nur der Startschuss der androgenetischen Alopezie.

Entscheidend ist, was danach passiert. Die  nachwachsenden Haare, genauer die Haarfollikel, die mit einem neuen Haarzyklus beginnen, reagieren weiterhin empfindlich auf DHT. Der Haarzyklus überdreht. Bevor sich die Flaumhärchen zu kräftigen Terminalhaaren entwickeln können, fallen sie schon wieder aus. Diese Miniaturisierung der Haare – nicht der massive, erschreckende Haarausfall – ist das eigentliche Problem.

Der zweite Haarausfallschub um das 40. Lebensjahr wird mit einiger Wahrscheinlichkeit die Verschmelzung haarloser Areale zwischen Geheimratsecken und Tonsur einleiten. Wichtig für betroffene Männer wäre es, die Haarwurzeln propylaktisch zu stärken und gegen wachstumsstörende Faktoren zu schützen.

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