Gänsehaut

Gänsehaut (lat. cutis anserina) beim Menschen bezeichnet aufgerichtete Härchen vor allem von Armen und Beinen inmitten kleiner Erhebungen der Haut infolge der vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Kontraktion der Haarbalgmuskel (lat. musculi arrectores pilorum). Die Oberfläche von Gänsehaut erinnert an die Haut einer gerupften Gans mit deutlich sichbaren, aufgewölbten Öffnungen, in denen das Federkleid steckte.

Gänsehaut tritt am ganzen Körper auf, wird aber nur an den Extremitäten deutlich wahrgenommen. Derselbe Mechanismus findet – nahezu nicht sichtbar – auf dem Kopf statt, wenn Menschen die Haare zu Berge stehen.

Auslöser für Gänsehaut sind physikalische Reize wie Wind oder Kälte. Neben Erzeugung eines Luftpolsters infolge Kontraktion des Haarbalgmuskels werden auch feinste Blutgefäße rund um den Haarfollikel zusammengepresst, um mehr Wärme im Körper zurückzuhalten. Außerdem löst das vegetative Nervensystem Zittern bzw. ein Zittern vor Kälte aus. Im Allgemeinen beginnt bei 35 °Celsius Körper-Temperatur das unwillkürliche Zittern zur Erhöhung der Körper-Wärme.

Andere Auslöser für Gänsehaut sind Stress, Wut, Ekel oder Erregung, z.B. infolge von Angst oder Euphorie. Die Haut spiegelt dann direkt die Psyche wider. An unbeharrten Körper-Bereichen wie Handflächen oder Fußsohlen kann bei Menschen keine Gänsehaut entstehen.

Gänsehaut zeigt auf sehr anschauliche Weise, die enge Verbindung zwischen Haut und Haar. Haarfollikel und ihre Haare als Hautanhangsgebilde sind Teil der Kopfhaut. Eine gesunde Kopfhaut ist die beste Basis für gesundes Haarwachstum.

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