Diffuser Haarausfall
kennt viele Ursachen

Diffuser Haarausfall ist das Ergebnis vielfältiger Störungen der Zellteilung an den Haarwurzeln. Als Ursachen für diffusen Haarausfall sind zu nennen: Allgemeinkrankheiten, Mangelzustände, aber auch Stress oder Medikamente. Verschwinden die Ursachen für Haarausfall oder werden behoben, wachsen die Haare in der Regel wieder nach. Der Wirkstoff Thiocyanat unterstützt neues Haarwachstum.

Diffuser Haarausfall kennt viele Ursachen

Ursachen für diffusen Haarausfall: von Eisenmangel über unausgewogene Ernährung bis hin zu Stoffwechselkrankungen.

In Kürze

  • Diffuser Haarausfall ist ein nicht klar abgegrenzter Haarausfall über den gesamten Kopf.
  • Das Haar dünnt aus bzw. die Haardichte lässt nach.
  • Eine zeitweilige Haarlosigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Haarverlust.
  • Diagnose und Behandlung der Ursachen erfolgen durch den Dermatologen.

Diagnose diffuser Haarausfall

Wenn Frauen, aber auch Männer, über auffällig großen Haarausfall klagen, schlagen Arzt bzw. Dermatologe/Dermatologin zunächst eine Zählung der ausgefallenen Haare vor. Die Haarzählung sollte alle 2 bis 3 Wochen jeweils am 3. Tag nach der Haarwäsche durchgeführt werden. Alle ausgebürsteten Haare werden gesammelt, auf ein Blatt gelegt, mit einem transparenten Klebeband fixiert und gezählt. Da die Haare von Frauen meistens länger sind, fällt ihnen das naturgemäß leichter als Männern.

Zählen die Betroffenen über viele Wochen und Monate 100, 200, 300 Haare und mehr, spricht diese Menge für diffusen Haarausfall. Abhängig von Art und Intensität der den Haarausfall auslösenden Störung zeigen sich bzgl. Haarlichtung und klinischer Begleitbefunde erkennbare Abweichungen. Experten unterscheiden 4 Grundtypen von diffusem Haarausfall.

1. Diffuser Haarausfall vom Frühtyp

Der diffuse Haarausfall setzt schon wenige Tage nach Einwirken der Schädigung (Noxe) massiv ein und führt innerhalb weniger Tage und im Laufe der Wochen zu einer starken Lichtung des Haares. Infolge gehemmter Zellteilung in der Haarmatrix (Proliferationsstörung) brechen die Haarschäfte ab, meist schon im Haarfollikel, sehr oft kurz über der Kopfhaut. Ursachen sind z. B.:

  • Zytostatika im Rahmen einer Chemotherapie
  • schwere Infektionen wie Typhus abdominalis oder AIDS
  • Thallium-Verbindungen (in Rattengift)
  • Röntgenbestrahlung im Bereich des Kopfes
  • schwere Stress-Situationen, Burn-out-Syndrom

Haarausfall während einer Chemotherapie

In der Chemotherapie werden Zytostatika, toxische Substanzen, verwendet, um bösartige Tumoren zu bekämpfen, indem sie deren Zellteilung hemmen. Auf die metabolisch hochaktiven Haarmatrixzellen haben Zytostatika allerdings genau dieselbe Wirkung. Die Zellteilung an der Haarwurzel wird unterbrochen, die Haare fallen aus, genauer gesagt sie brechen ab.

Haarausfall bei Stress

Psychische oder körperliche Belastungen können bei Frauen und Männern zu einem vorübergehenden diffusen Haarausfall führen. Der Körper reagiert auf Stress mit der Ausschüttung von Botenstoffen, die den Gestressten helfen, eine angemessene Reaktion zu finden. Die Stressbotenstoffe stören aber auch den Zellstoffwechsel und die pigmentbildende Aktivität der Matrixzellen. Je nach Stärke und Dauer der Stresssituationen kommt es zu einem moderaten bis stärkeren Haarausfall.


2. Diffuser Haarausfall vom Spättyp

Der diffuse Haarausfall vom Spättyp tritt drei bis vier Monate nach der auslösenden Störung ein. Im Vergleich zum Haarausfall des Frühtyps liegt dem Spättyp eine Zellteilungshemmung mit schwächerer Intensität zugrunde, die zu einem frühzeitigen Ende der Wachstumsphase der Haare führt. Ursachen sind u.a.:

  • akute Infekte wie Grippe; im Prinzip jede hochfieberhafte Erkrankung
  • unausgewogene Ernährung
  • Stress
  • Medikamente
  • Hormonelle Ungleichgewichte

Haarausfall infolge fiebriger Infekte

Der Zellstoffwechsel der Haarfollikel wird infolge einer starken Reaktion der körpereigenen Immunabwehr z.B. auf ein Grippe-Virus intensiv gestört. In der Folge stellen viele Haarfollikel das Haarwachstum frühzeitig ein. Besonders besorgniserregend ist dann, dass der Haarausfall synchron auftritt und die Haare „büschelweise“ ausfallen können.

Haarausfall durch unausgewogene Ernährung

Der Zellstoffwechsel der Haare ist auf eine ausreichende Versorgung mit Aufbau- und Funktionsstoffen sowie Energie angewiesen. Ein Mangel an Proteinen, Lipiden, Kohlenhydraten oder an Spurenelementen stört die Zellteilung und die Keratinisierung der Haare. Fehlt z. B. Eisen im Blut als Sauerstofftransporteur, gerät die Energiestoffwechsel an den Haarwurzeln ins Stocken.

Haarausfall infolge hormoneller Ungleichgewichte

Für diffusen Haarausfall nach Schwangerschaft und Geburt ist – bei ausreichendem Eisengehalt des Organismus – zumeist der abrupte Abfall des Östrogenspiegels verantwortlich. Während der Schwangerschaft steht den Haarfollikeln mehr Östrogen zur Verfügung, was die Haare länger in der Wachstumsphase hält. Nach der Entbindung, wenn sich der Östrogenspiegel wieder auf ein Normalmaß einpendelt hat, kommt es bei vielen Frauen zu diffusen Haarausfall. Die Haare wachsen jedoch wieder gesund und kräftig nach.


Diffuser Haarausfall sucht sich geschwächte Haarwurzeln

Für Frauen ist Haarausfall oft als fehlendes Volumen erkennbar.


3. Chronisch diffuser Haarausfall

Anfangs ist die Verminderung der Haardichte meist nicht auffällig. Doch nach und nach dünnt das Haar aus. Da mit einer spontanen Verbesserung dieser Situation nicht zu rechnen ist, wird dieser Zustand als chronisch eingestuft.

Dass Nachlassen der Haardichte hat zwei Ursachen: Erstens: Statt durchschnittlich 4 bis 6 Jahre wachsen die Haare – infolge einer genetischen Disposition – nur 2 bis 3 Jahre. Es kommt zu einem frühzeitigen Haarausfall. Zweitens: Da die Haarfollikel länger als die üblichen 2 bis 3 Monate zur Regeneration brauchen, verzögert sich das neue Haarwachstum. Das Problem: Es fallen mehr Haare aus, als Haare nachwachsen.

Differentialdiagnose:
Dünner werdendes Haar im Scheitelbereich legt auch erblich bedingten Haarausfall bzw. eine androgenetische Alopezie nahe. Wenn sich andere Bereiche des Kopfes als ebenso ausgedünnt erweisen, kann androgenetische Alopezie fast immer ausgeschlossen werden. Es kommt aber auch vor, dass sich chronisch diffuser Haarausfall und androgenetische Alopezie überlagern und verstärken.

Chronisch diffuser Haarausfall wird mit zahlreichen inneren Erkrankungen in Verbindung gebracht:

  • Diabetes mellitus
  • Lebererkrankungen
  • Schilddrüsenfehlfunktionen
  • Maligne Tumoren
  • Meningitis
  • auch große Operationen u.v.a.m.

4. Diffuser Haarausfall bei Kopfhauterkrankungen

Die Diagnose von diffusem Haarausfall bei großflächigen entzündlichen Erkrankungen der Haut bzw. Kopfhaut bereitet keine Probleme. Haarausfall bei Psoriasis – eine der häufigsten Kopfhauterkrankungen – kommt selten vor, häufiger bei Ekzemen, z. B. beim seborrhoischen Ekzem, infolge von Entzündungsreaktionen der Haarfollikel.


Androgenetische Alopezie: ein diffuser Haarausfall?

Neben dem diffusen Haarausfall vom Früh- und vom Spättyp wird von vielen Dermatologen auch die androgenetische Alopezie bzw. erblicher Haarausfall, als diffuser Haarausfall klassifiziert. Männer sind besonders stark betroffen.

Die Ursache für erblich bedingten Haarausfall liegt in einer erhöhten Empfindlichkeit bestimmter Haarfollikel im Stirn-Schläfen-Bereich und am Hinterkopf. Die Diagnose wird anhand des Haarausfallmusters (Geheimratsecken, Tonsur) gestellt und durch miniaturisierte Haare im Randbereich der Haarausfallzone bestätigt.

50% der Männer sind mehr oder weniger stark betroffen. Viele junge Männer haben schon kurz nach der Pubertät mit dem androgenetischer Alopezie zu tun, bei anderen Männern verlaufen Haarausfall und Haarverlust gemäßigter bzw. langsamer ab.

Bei Frauen setzt erblich bedingter Haarausfall mit Beginn der Wechseljahre ein, wenn sich ein Östrogen-Defizit bemerkbar macht. Durch den relativen Anstieg des Androgenspiegels miniaturisieren die Haare vor allem im Scheitelbereich.

Behandlung von diffusem Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist in den allermeisten Fällen reversibel, d.h. umkehrbar, und zwar wenn die Ursachen entfallen, therapiert werden und / oder die Haarwurzeln gestärkt und vor wachstumsstörenden Einflüssen geschützt werden.

Der Wirkstoff Thiocyanat leistet sowohl für Frauen als auch für Männer einen wertvollen Beitrag, Störfaktoren zu kompensieren, den Zellstoffwechsel an den Haarwurzeln zu stabilisieren, den Haarzyklus zu normalisieren und neues Haarwachstum zu stimulieren.

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