Ist jeder Haarausfall eine Alopezie?

Der dermatologische Fachbegriff Alopezie wird sehr oft mit Haarausausfall gleichgesetzt. Das ist aber nicht ganz korrekt. Eine Alopezie ist das Ergebnis eines über die Norm gesteigerten Effluviums (lat. Haarausfall) und bedeutet Haarlosigkeit. Die Alopezie kann zeitweilig sein oder permanent. Mediziner unterscheiden daher zwischen reversiblen Alopezien, in denen das Haar wieder nachwächst und irreversiblen, vernarbenden Alopezien infolge einer Schädigung oder Zerstörung der Haarfollikel in der Kopfhaut, die letztlich zu Haarverlust bzw. Kahlheit führen. Sind die Haarfollikel intakt, besteht prinzipiell immer die Möglichkeit, dass die Haare nachwachsen.

 

Sehr oft ist eine Alopezie reversibel

Alopezie (gr. Haarlosigkeit) ist genau genommen kein Haarausfall, sondern eine Auswirkung von Haarausfall.

In Kürze

  • Alopezie ist das Ergebnis eines über die Norm gesteigerten Haarausfalls.
  • Fallen mehr Haare aus als nachwachsen, kommt es zu Haarlosigkeit bzw. einer Alopezie.
  • Das Haar wird schütter. Das Haar verschwindet. Die Kopfhaut wird sichtbar.
  • Sehr oft ist eine Alopezie reversibel. Und die Haare wachsen nach.

Reversible, nicht-vernarbende Alopezien

Andorgenetische Alopezie

Die androgenetische Alopezie ist die am weitesten verbreitete Haarlosigkeit und wird durch Vererbung weitergegeben. Frühzeitig ausfallende Haare wachsen nach, kommen aber über die Größe von Flaumhaaren nicht hinaus und fallen infolge eines überdrehten Haarzyklus rasch wieder aus. Charakteristisch für die androgenetische Alopezie bei Männern ist die Ausbildung von Geheimratsecken und die zunehmende Haarlichtung in der Scheitelregion in Form einer Tonsur.

Die Haarlosigkeit wird bei betroffenen Männern schon nach der Pubertät sichtbar. Je nach genetischer Prädisposition kommt es relativ schnell oder im Laufe vieler Jahre zur Bildung einer Glatze. Ganz grob lassen sich drei Verlaufsformen für androgenetische Alopezie erkennen.

1. Miniaturisierung der Haare und übermäßiger Haarausfall setzt bei Männern um das 20. Lebensjahr ein. Die Alopezie bzw. die Stirn- und Scheitelglatze ist mit 30 voll ausgebildet.

2. Der Haarausfall beginnt erst ab dem 30. Lebensjahr und scheint vor Ausbildung einer kompletten Glatze zum Stillstand zu kommen.

3. Männer, die lange Zeit von Haarlosigkeit verschont geblieben waren, steuern ab dem 40. Lebensjahr auf eine Alopezie zu. Die Bildung ihre Glatze verläuft aber vergleichsweise langsam.

Androgenetische Alopezie betrifft auch Frauen, in den meisten Fällen nach der Menopause bzw. während der Wechseljahre. Die Haare dünnen sich im Bereich des Mittelscheitels aus. Eine Glatze nach männlichem Haarausfallmuster ist bei Frauen sehr selten.



Alopecia areata

Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall, ist eine akute, entzündlich bedingte Haarlosigkeit ohne Vernarbung der Haarfollikel. Die Alopezie, die im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht auftreten kann, erscheint in jedem Lebensalter, besonders oft im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt, sowohl bei Frauen als auch Männern. Als Ursache der Autoimmunerkrankung gilt eine erbliche Veranlagung. Die Ausbruchswahrscheinlichkeit wird z. B. durch Stress, Infektionen, Allergien oder Medikamente erhöht.

Da es zu keiner Schädigung der Kopfhaut oder Zerstörung der Haarfollikel kommt, setzt das Haarwachstum in vielen Fällen wieder ein. Die neu wachsenden Haare sind zunächst dünn und farblos, werden im Laufe ihrer Entwicklung zu kräftigen Terminalhaaren. Alopecia areata mit kleinen kahlen Stellen zeigt eine große Neigung zu fortgesetztem spontanen Haarwachstum. Haarausfall und Haarbruch können jedoch immer wieder auftreten. Die Zeit zwischen den Schüben beträgt zumeist viele Jahre.

Ganz generell kann man davon ausgehen, dass die Heilungsaussichten je schlechter einzuschätzen sind, desto früher die Alopecia areata auftritt, je ausgedehnter die Alopezie ist und je länger sie besteht.


Diffuse Alopezie

Diffuse Alopezie, auch diffuser Haarausfall, wird durch zahlreiche Ursachen ausgelöst, die den Zellstoffwechsel an der Haarwurzel stören. Im Unterschied zum natürlichen Haarausfall, der zu einem asynchronen, unscheinbaren Verlust von Haaren führt, läuft diffuser Haarausfall synchron bzw. wellenförmig ab. Die Haare fallen gewissermaßen auf einmal aus. Abhängig von Art und Intensität der auslösenden Schädigung führt diffuser Haarausfall auch zu einer mehr oder weniger starken Haarlichtung über den ganzen Kopf verteilt, die vom objektiven Betrachter aber selten als Kahlheit wahrgenommen wird.Diffuse Alopezien entstehen sehr oft durch Mangelerscheinungen, z.B. Eisenmangel, oder endokrine Störungen, z.B. infolge Über- oder Unterproduktion von Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose bzw. Hypothyreose). Wird der Mangel bzw. das Ungleichgewicht behoben, wachsen die Haare gesund und kräftig nach. Wenn das Wachstum der Haare wieder einsetzt, ist die Alopezie auf dem Rückzug.

Alopezie infolge Chemotherapie

Eine Alopezie infolge Chemotherapie wird sichtbar, wenn Zytostatika zur Bekämpfung von Tumoren eingesetzt werden. Zytostatika verzögern oder verhindern den Zellstoffwechsel und damit die Teilung und Ausbreitung von Tumorzellen. Allerdings werden auch die Haarwurzeln bei der Produktion von Haarsubstanz gestört. Zwei bis drei Wochen später kommt es zum Haarausfall: Die Haare brechen ab. Nach Beendigung der Chemotherapie setzt das gesunde Haarwachstum wieder ein.


Irreversible, vernarbende Alopezien

Irreversible, vernarbende Alopezien entstehen durch Infektionen, Pilzerkrankungen, Tumoren, physikalische und chemische Einflüsse, z.B. Verätzungen, oder Übergreifen entzündlicher Hauterkrankungen auf die Haarfollikel. Mit der Analyse-Methode Trichogramm ist es möglich, den Anteil der Haare in der Wachstums- und Ruhephase zu ermitteln, vor allem auch Haarwurzelstörungen zu erkennen. Sind die Haarfollikel so stark geschädigt, dass sie keine Haare mehr produzieren können, muss man Haarverlust konstatieren.

 

Haarausfall: im Prinzip sinnvoll

  • Wir verlieren Haare, damit neue, intakte Haare nachwachsen können.
  • Neues Haar kann seine evolutionäre Aufgabe besser erfüllen.
  • Das neue Haar soll den Kopf und die Kopfhaut vor Kälte, direkter Sonneneinstrahlung, ganz generell vor Witterungseinflüssen schützen.
  • Haar-Experten bestätigen, dass ein Haarausfall von 100 Haaren pro Tag normal ist.
  • Bei Haarlosigkeit bzw. einer Alopezie versucht der Organismus, möglichst schnell neue Haare zu bilden.
  • Der Wirkstoff Thiocyanat kann Haarausfall stoppen und Haarwachstum stimulieren.

Neuer Wirkstoff gegen Alopezie: Thiocyanat

Die Ursachen für Haarausfall, die zu einer Alopezie führen, sind vielfältig: Hemmung der Haarbildung in den Haarwurzeln, Verkürzung des Haarzyklus, Entzündungen oder Haarbruch. Mittel gegen Haarausfall bzw. Wirkstoffe, welche die Haar-Regeneration verbessern wollen, versuchen in der Regel, diese Ursachen bzw. Störfaktoren zu beseitigen.

Der zum Patent angemeldete Thiocyanat-Wirkkomplex in Thiocyn Haarserum kompensiert als Funktionsstoff des Zellstoffwechsels Störfaktoren auf unspezifische und gesamtheitliche Weise. Thiocyanat wirkt an den Haarwurzeln in hohem Maße anti-entzündlich und zellstabilisierend.

Thiocyanat-Experte Prof. Dr. Axel Kramer: „Prinzipiell kann das Thiocyanat also überall dort, wo noch Haarwurzeln vorhanden sind – auch wenn sie über Jahre inaktiv waren – diese wieder aktivieren und Haarwachstum anregen.“

Da das Serum gegen Haarausfall ohne hormonelle Inhaltsstoffe auskommt, ist es für Frauen und Männer jeden Alters gleichermaßen geeignet.


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