Was ist der Unterschied zwischen Haarausfall, Alopezie und Haarverlust?

 

Haarausfall, Alopezie und Haarverlust werden oft als Synonyme gebraucht. Das ist nicht korrekt. Übermäßiger Haarausfall (Effluvium) führt zu Haarlosigkeit (Alopezie). Die Alopezie kann zeitweilig sein oder permanent, reversibel oder irreversibel. Erst wenn keine Haare mehr nachwachsen (irreversible Alopezie), sprechen Dermatologen von Haarverlust.

 

 

Alopezie (Haarlosigkeit) ist genau genommen kein Haarausfall,
sondern die Auswirkung von Haarausfall (Effluvium).

In Kürze

  • Die Ursachen für Alopezien sind zahlreich.
  • Zu einer Alopezie, d.h. zu Haarlosigkeit, kommt es, wenn mehr Haare ausfallen als nachwachsen; die Kopfhaut wird sichtbar.
  • Sehr oft ist eine Alopezie reversibel. Und die Haare wachsen nach.
  • Wachsen die Haare nicht nach, spricht man von Haarverlust.

Physiologischer oder übermäßiger Haarausfall

Der physiologische, d. h. der gesunde Haarausfall ist Teil des natürlichen Haarzyklus. Die Trennung des Haarschafts vom Haarfollikel vollzieht sich langsam. Die Haarmatrix stellt die Zellproduktion ein, der Haarfollikel verengt sich im unteren Bereich. Das Haar löst sich von der Haarpapille. Übermäßiger, nicht physiologischer Haarausfall tritt als Folge eines abrupten Stopps der Zellteilungsaktivität der Haarmatrix auf. Fallen mehr Haare aus als nachwachsen, dünnt das Haar aus, die Kopfhaut wird sichtbar. Es kommt zu einer Alopezie.


Reversible, nicht-vernarbende Alopezien

Androgenetische Alopezie

Die androgenetische Alopezie ist die am weitesten verbreitete Haarlosigkeit und wird durch Vererbung weitergegeben. Frühzeitig ausfallende Haare wachsen nach, kommen aber über die Größe von Flaumhaaren nicht hinaus und fallen infolge eines überdrehten Haarzyklus rasch wieder aus. Charakteristisch für die androgenetische Alopezie bei Männern ist die Ausbildung von Geheimratsecken sowie die zunehmende Haarlichtung am Hinterkopf in Form einer Tonsur.

Die Haarlosigkeit wird bei betroffenen Männern schon nach der Pubertät sichtbar. Je nach genetischer Prädisposition kommt es relativ schnell oder im Laufe vieler Jahre zur Bildung einer Glatze. Ganz grob lassen sich drei Verlaufsformen für androgenetische Alopezie erkennen.

  1. Übermäßiger Haarausfall und Miniaturisierung der Haare setzen bei jungen Männern um das 20. Lebensjahr ein. Die Stirn- und Scheitelglatze ist mit 30 voll ausgebildet.
  2. Der Haarausfall beginnt erst ab dem 30. Lebensjahr und scheint vor Ausbildung einer kompletten Glatze zum Stillstand zu kommen.
  3. Männer, die lange Zeit von Haarausfall verschont geblieben waren, steuern ab dem 40. Lebensjahr auf eine Alopezie zu. Die Bildung ihre Glatze und der Haarverlust verlaufen schleichend.

Androgenetische Alopezie betrifft auch Frauen. In den meisten Fällen tritt sie nach der Menopause bzw. während der Wechseljahre auf. Das Effluvium führt zu dünner werdendem Haar auf dem Oberkopf. Eine Glatze bzw. kompletter Haarverlust ist bei Frauen sehr selten.


Alopecia areata

Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist eine akute, entzündlich bedingte Haarlosigkeit ohne Vernarbung der Haarfollikel. Die Alopezie, die im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht auftreten kann, erscheint in jedem Lebensalter, besonders oft im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt, und kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen. Als Ursache der Autoimmunerkrankung gilt eine erbliche Veranlagung. Die Ausbruchswahrscheinlichkeit wird z. B. durch Stress, Infektionen, Allergien oder Medikamente erhöht.

Da es bei Alopecia areata zu keiner Schädigung der Kopfhaut oder Zerstörung der Haarfollikel kommt, setzt das Haarwachstum in vielen Fällen wieder ein. Die neu wachsenden Haare sind zunächst dünn und farblos, werden im Laufe ihrer Entwicklung zu kräftigen Terminalhaaren.

Alopecia areata mit kleinen kahlen Stellen zeigt eine große Neigung zu fortgesetztem spontanen Haarwachstum. Haarausfall und Haarbruch können jedoch immer wieder auftreten. Die Zeit zwischen den Schüben beträgt zumeist viele Jahre.

Ganz generell kann man davon ausgehen, dass die Heilungsaussichten je schlechter einzuschätzen sind, desto früher Alopecia areata auftritt, desto ausgedehnter die Alopezie ist und desto länger sie besteht. Ungefähr ein Viertel bis ein Drittel der Betroffenen erleidet bei Alopcia areata einen dauerhaften Haarverlust.

Alopecia diffusa

Alopecia diffusa, auch diffuser Haarausfall, wird durch zahlreiche Ursachen ausgelöst, die den Stoffwechsel an der Haarwurzel stören. Im Unterschied zum natürlichen Haarausfall, der zu einem asynchronen, unscheinbaren Verlust der Haare führt, läuft Alopecia diffusa synchron bzw. wellenförmig ab: Die Haare fallen gewissermaßen auf einmal aus bzw. werden durch mechanische Reize, wie Bürsten, Kämmen oder Haarewaschen, von der Kopfhaut gelöst. Diese Aktivitäten sind aber nicht die Ursache für den Haarausfall.

Abhängig von Art und Intensität der auslösenden Schädigung führt diffuser Haarausfall zu einer mehr oder weniger starken Haarlichtung über dem ganzen Kopf, die vom objektiven Betrachter aber selten als Kahlheit wahrgenommen wird, eher als ein Nachlassen der Haarfülle.

Diffuse Alopezien entstehen sehr oft durch Mangelerscheinungen wie Eisenmangel oder endokrine Störungen, z.B. infolge Über- oder Unterproduktion von Schilddrüsenhormonen (Hyperthyreose bzw. Hypothyreose). Wird der Mangel bzw. das Ungleichgewicht behoben, wachsen die Haare gesund und kräftig nach.

Haarausfall als Nebenwirkung bestimmter Medikamente lässt sich beheben, wenn diese gegen Medikamente einer anderen Substanzklasse ausgetauscht werden. Setzt das Wachstum der Haare wieder ein, befindet sich die Alopezie auf dem Rückzug.

Alopezie infolge Chemotherapie

Eine Alopezie infolge Chemotherapie zeigt sich, wenn Zytostatika zur Bekämpfung von Tumoren eingesetzt werden. Zytostatika verzögern oder verhindern den Zellstoffwechsel und damit die Teilung und Ausbreitung von Tumorzellen. Allerdings werden auch die Haarwurzeln bei der Produktion von Haarsubstanz gestört. Zwei bis drei Wochen später tritt der Haarausfall in Erscheinung. Die Haare können auch abbrechen. Nach Beendigung der Chemotherapie beginnen die Haare, wieder zu wachsen.


Irreversible, vernarbende Alopezien

Irreversible, vernarbende Alopezien, letztlich ein Haarverlust, entstehen durch Infektionen, Pilzerkrankungen, Tumoren, physikalische und chemische Einflüsse, z. B. Verätzungen, oder Übergreifen entzündlicher Hauterkrankungen auf die Haarfollikel. Mit der Analyse-Methode Trichogramm ist es möglich, den Anteil der Haare in der Wachstums- und Ruhephase zu ermitteln, vor allem auch Haarwurzelstörungen zu erkennen. Sind die Haarfollikel so stark geschädigt, dass sie keine Haare mehr produzieren können, muss man Haarverlust konstatieren. Wichtig ist die Abgrenzung zur Alopecia areata, bei der die Struktur der Haarfollikel erhalten bleibt.

 

Haarausfall: Im Prinzip sinnvoll

  • Wir verlieren Haare, damit neue, intakte Haare nachwachsen können.
  • Die neuen Haare können den Kopf und die Kopfhaut besser vor Kälte, direkter Sonneneinstrahlung, ganz generell vor Witterungseinflüssen schützen.
  • Haarexperten bestätigen, dass ein Haarausfall von 100 Haaren pro Tag normal ist.
  • Bei Haarlosigkeit bzw. einer Alopezie versucht der Organismus, möglichst schnell neue Haare zu bilden.
  • Der Wirkstoff Thiocyanat kann frühzeitigem Haarausfall durch Stimulierung des Haarwachstums vorbeugen.

Behandlung von Haarausfall und Alopezie

Die Ursachen für Haarausfall, die zu einer Alopezie führen, sind vielfältig: Hemmung der Haarbildung in den Haarwurzeln, Verkürzung des Haarzyklus, Entzündungen oder Haarbruch. Bei akutem und übermäßigem Haarausfall besteht der nachvollziehbare Wunsch, diesen Haarausfall zu stoppen. Haben die Haarfollikel ihre Haare schon abgestoßen, ist der Haarausfall jedoch nicht zu vermeiden.

Ein größeres Augenmerk ist in dieser Situation auf die Alopezie zu legen und nach Möglichkeiten zu suchen, den Zellstoffwechsel nachwachsender Haare zu stabilisieren und den Haarzyklus zu normalisieren. Davon profitieren auch die Haare, die Störfaktoren ausgesetzt sind, aber sich noch in der Wachstumsphase befinden.


Wirkstoff Thiocyanat

Die patentierte Thiocyanat-Wirkformel in Thiocyn Haarserum kompensiert Störungen des Zellstoffwechsels auf unspezifische und gesamtheitliche Weise. Thiocyanat wirkt an den Haarwurzeln in hohem Maße anti-entzündlich und zellstabilisierend. Das bedeutet: Neue Haare können ungestörter und kräftiger nachwachsen.

Selbst bei „schlafenden“ Haarfollikeln besteht immer die Möglichkeit, dass sie wieder beginnen, Haare zu produzieren. Thiocyanat-Experte Prof. Dr. Axel Kramer: „Prinzipiell kann Thiocyanat die Haarwurzeln – auch wenn sie über Jahre inaktiv waren –  wieder aktivieren und das Haarwachstum anregen.“

Da das Serum gegen Haarausfall * in keine hormonell gesteuerten Stoffwechselvorgänge eingreift, ist es für Frauen und Männer jeden Alters gleichermaßen geeignet.


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